Corona-Update

Wird das Kurhaus Corona-Impfzentrum? Alle Infos zur Lage - zwei Schulen ab Montag mit Distanz-Unterricht

Hier könnten bald täglich Tausende Hammer auf das Coronavirus geimpft werden. Noch ist die Entscheidung aber nicht gefallen, betont die Stadt.
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Hier könnten bald täglich Tausende Hammer auf das Coronavirus geimpft werden. Noch ist die Entscheidung aber nicht gefallen, betont die Stadt.

Die sinkenden Corona-Fallzahlen nimmt die Stadt Hamm nicht als Anlass für eine Entwarnung. Unterdessen laufen die Vorbereitungen für ein zentrales Impfzentrum in der Stadt, es gibt mehrere Optionen für einen Standort. Der Überblick.

Hamm – Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus Infizierten in Hamm liegt erstmals wieder unter 600. Anlass für Entwarnung ist das allerdings (noch) nicht, betonte Stadtsprecher Detlef Burrichter. „Wir warten die Entwicklung im Wochenrhythmus ab. Es gibt immer Schwankungen, die die Tagesbefunde nicht erfassen wie zum Beispiel Labore, die Ergebnisse verspätet und dann gesammelt liefern“, erklärte er. „Wir verlassen uns nicht darauf, dass es jetzt so weitergeht und arbeiten konzentriert weiter.“ (News zum Coronavirus in Hamm)

Klarheit über Regeln wohl erst am Wochenende

Beim Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gibt es aber noch so einige Fragezeichen. Auch am Freitag war die aktualisierte Landesverordnung mit den neuen Corona-Regeln, die ab Dienstag gelten sollen, nicht im Rathaus eingegangen. Voraussichtlich Samstag oder Sonntag soll das Papier aber kommen. Sobald das der Fall ist, wird der Corona-Stab in Hamm darüber beraten, ob und wie die eigenen Regeln angepasst werden müssen.

Die Entscheidung, wo in Hamm das geplante Corona-Impfzentrum eingerichtet wird, falle in der kommenden Woche, erklärte Burrichter. Damit dementierte er anderslautende Medienberichte. Dr. Prosper Rodewyk, Leiter der Kassenärztlichen Vereinigung, hatte am Donnerstagabend dem WDR gesagt, dass das Zentrum für Hamm im Kurhaus eingerichtet werde.

Burrichter: „Da waren wir doch leicht überrascht“

„Da waren wir doch leicht überrascht. Am Wochenanfang finden zusammen mit Ärzten und Impfpersonal Begehungen verschiedener Orte statt, die noch als Optionen gelten“, so Burrichter. Neben dem Kurhaus kommt unter anderem die Alfred-Fischer-Halle infrage.

Bei den Begehungen geht es vor allem um Organisatorisches wie die gute Erreichbarkeit für Autofahrer und ÖPNV-Nutzer und das Vorhalten von Sozialräumen für Helfer sowie Kühl- und Lagermöglichkeiten für den Impfstoff. Die Vakzine soll in Hamm in mehreren noch nicht benannten Schwerpunkt-Apotheken gelagert werden. Die genauen Standorte bleiben unter anderem zum Schutz vor möglichen Diebstählen oder Angriffen geheim. Vor solchen Problemen warnte am Freitag das Bundeskriminalamt.

Distanz-Unterricht und Notbetreuung

Zwar waren zur Wochenmitte nur noch an 23 Hammer Schulen Corona-Fälle bekannt (Vorwoche: 34), trotzdem wirken sich die wenigen Fälle zumindest an zwei Einrichtungen gravierender auf den Schulalltag aus. Weil an der Sophie-Scholl-Gesamtschule auch einige Lehrer in Quarantäne sind, kann der Präsenzunterricht etlicher Klassen nicht mehr gewährleistet werden. Deshalb findet in der kommenden Woche für alle Schüler Distanz-Unterricht statt.

Die Klausuren der Oberstufe finden wie geplant statt, für die Jahrgänge fünf und sechs gibt es eine Notbetreuung. Flexible Bedarfe müssen Eltern bis möglichst Montag (7.30 Uhr) per E-Mail in der Schule anmelden. Die Betreuung steht Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 15 Uhr und Dienstag und Freitag von 8 bis 13.45 Uhr zur Verfügung.

An der Josefschule in Heessen wird der Präsenzunterricht für die Jahrgänge eins und zwei aufrecht erhalten. Die dritten und vierten Klassen lernen in der kommenden Woche auf Distanz. Auch hier gibt es eine Notbetreuung. Nähere Infos teilt die Schule auf Anfrage mit.

Mehr Bundeswehr-Hilfe trotz Höchstgrenze

Die bereits angekündigte Aufstockung der Bundeswehr-Hilfe für die Hammer Kontaktverfolgung von zehn auf 20 Kräfte erfolgt ab dem 6. Dezember. Die zusätzlichen Soldaten sind mindestens bis zum 15. Januar im Einsatz.

„Es war schon längere Zeit klar, dass wir mehr Kräfte gut gebrauchen können. Weil die Corona-Zahlen zuletzt so hoch waren, wurde die Hilfe jetzt doch ausgeweitet, obwohl wir eigentlich nach dem Rechenmodell der Bundeswehr schon die Maximalzahl an Soldaten in Hamm haben“, erklärte Burrichter. 209 eigene Verwaltungsmitarbeiter arbeiteten zuletzt im Corona-Team.

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