Schützenverein 1835 sagt Winterfest ab

Schlagerstar kommt 2022 zum Nachholtermin nach Heessen

Aufgeschoben statt aufgehoben: Anna-Maria Zimmermann kommt 2022 in die Sachsenhalle. 
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Aufgeschoben statt aufgehoben: Anna-Maria Zimmermann kommt 2022 in die Sachsenhalle. 

Derzeit ist es durch die stetig steigenden Corona-Fallzahlen utopisch, eine Veranstaltung mit tausend Gästen zu planen. Das wissen auch die Mitglieder des Schützenvereins 1835 Heessen. Deswegen mussten sie das Winterfest absagen - und haben doch auch eine gute Nachricht zu verkünden.

Umso erfreuter waren sie, dass sie bei ihrem geplanten Top-Star für das nächste Winterfest in der Sachsenhalle sofort auf Verständnis gestoßen sind. „Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass unser 42. Winterfest nun statt am 23. Januar 2021 in gleicher Besetzung am 22. Januar 2022 stattfindet“, verkündet der Vorsitzende Thomas Averdung. Das heißt: Schlagerstar Anna-Maria Zimmermann, Top-Act des abgesagten Winterfestes, kommt einfach ein Jahr später in den Bürgersaal der Sachsenhalle.

Top-Programm für die Nach-Corona-Zeit

Zimmermann war bereits 2006 zu Gast und zeigte sich gegenüber den ehrenamtlich tätigen Party-Planern entgegenkommend: „Sie war sofort einverstanden und hat uns den gleichen Vertrag, mit dem geänderten Datum, zurückgeschickt“, sagt Averdung. Auch die Live-Band „6th Avenue“ hat der Verlegung direkt zugestimmt. „Damit haben wir ein Top-Programm für die Party nach der Corona-Zeit stehen“, freut sich der Vorsitzende.

Mit dem Winterfest hat es der Verein in der Vergangenheit immer wieder geschafft, für Schlagzeilen zu sorgen. Eine ganze Reihe nationaler wie internationaler Stars war bereits in der Sachsenhalle zu Gast: Neben Anna-Maria Zimmermann waren auch schon Jürgen Drews, Mickie Krause, Ross Antony, Michelle, Michael Wendler, Rosanna Rocci, Tony Marshall, Andy Borg, Bernd Clüver oder Wencke Myhre da und haben die Besucher begeistert.

Je bekannter der Künstler, desto leichter der Umgang

„Das ist auch für uns immer wieder spannend“, sagt Averdung und plaudert aus dem Nähkästchen. Gelegentlich gebe es auch Leute mit Star-Allüren, doch sei das stets die Ausnahme gewesen, verrät der Vorsitzende. Da wurde etwa die eigene Security mitgebracht und statt der vereinbarten Autogramm-Stunde nur ein Stapel fertiger Karten zum Verteilen abgegeben. Doch meist gelte die Faustregel: Je bekannter und erfahrener die Künstler seien, umso netter und umgänglicher seien sie auch.

Die positiven Erfahrungen überwögen den Stress in jedem Fall, erklärt Averdung. Als Wencke Myhre auftreten sollte, hätten alle gespannt zur Bühne geschaut. Plötzlich sei dann ein einzelner Spot angegangen und habe die Künstlerin an der Theke angestrahlt. Das sei angekommen – und alle hätten den unkomplizierten Star gefeiert.

Andrea Berg engagiert, kurz bevor sie bekannt wurde

Die gute und lange Vorbereitung der Veranstaltungsreihe zahle sich immer aus. „Wenn ich samstagsabends eine Fernsehshow einschalte, fragt meine Frau manchmal, ob ich wieder für das Fest recherchiere“, sagt Averdung lachend. Doch auch das lohne sich. Einmal fiel ihm eine junge Sängerin auf und sie wurde für das Fest zwei Jahre später unter Vertrag genommen. Das war ein Glücksfall, denn Andrea Berg hat längst eine große Karriere hingelegt. Schon bei einer Buchung zum Zeitpunkt des Konzerts wäre sie laut Averdung schon nicht mehr bezahlbar gewesen.

Fans kamen auch aus Süddeutschland

Die bekannten Namen sorgen auch für eine tolle Mischung im Publikum: „Da sind wirklich alle da, nicht nur Schützen“, sagt Averdung. Oft kämen auch Kartenanfragen von Fans, die gezielt wegen ihrer Stars nach Heessen kämen. „Als zum 40. Winterfest Michelle auftrat, standen mittags bereits Leute aus Süddeutschland in der Halle“, erinnert sich Averdung. Sie fragten aus Unsicherheit wegen der guten Plätze nach, ob sie schon dableiben dürften. „Denen haben wir zunächst erklärt, dass wir hier eher dörflichen Charakter hätten und sie sich keine Sorgen machen müssen“, so der Vorsitzende. Da alle noch mitten im Aufbau waren, verriet man den weit gereisten Fans dann, wo sie zunächst einmal gut essen gehen könnten.

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