Windsor-Mauer an Soester Straße abgerissen

MARK -  Mit dem Teilabriss der Bruchsteinmauer samt Tor an der Soester Straße ist in diesen Tagen eines der letzten baulichen Zeugnisse der ehemaligen Argonner Kaserne verschwunden. Sie weicht dem Ausbau des Gewerbequartiers Hohefeld, für das jetzt im Zuge der weiteren Erschließung der nördliche Zugang vorbereitet wird.

Vor allem wird der noch fehlende Abschnitt des Herbert-Rust-Weges angelegt, die Ringstraße im Gewerbegebiet komplettiert. Zwei weitere Unternehmen wollen sich demnächst dort ansiedeln.

Eigentlich sollte die Mauer des einstigen Zugangstores an der Soester Straße erhalten bleiben. Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch hatte noch vor zwei Jahren im Scherz zum Wirtschaftsförderungschef Christoph Dammermann gesagt: „Die Mauer bleibt stehen.“ Anlass gab eine Initiative eines ehemaligen Schülers der in der Argonner Kaserne von 1953 bis 1983 untergebrachten Windsor Boys’ School. Eine vom Stadtplanungsamt entworfene und von der Wirtschaftsförderung finanzierte Gedenktafel an die Schule der britischen Rheinarmee war an der Mauer im Beisein Ehemaliger enthüllt worden. Dammermann betonte noch: „Hamm hat jetzt ein Denkmal mehr.“ Das ist aber seit Mittwoch Geschichte.

Dass die Mauer trotz der Beteuerung der Wirtschaftsförderung, sie stehen zu lassen, doch noch abgerissen werden musste, hat einen Grund: Verkehrssicherheit. „Die vordere Mauer ragte extrem weit in den Bürgersteig“, erklärt Berthold Rinsche, Leiter Ansiedlung und Standortentwicklung bei der Wirtschaftsförderung. „Es wäre zu riskant gewesen, sie stehen zu lassen.“ Das heißt, Fußgänger hätten über die Fahrbahn der neuen Zufahrt ins Gewerbequartier gehen müssen. Die Gedenktafel an die Windsor Boys’ School erhält jedoch einen neuen Platz am Trafohaus am östlichen Ende des Geländes.

Bislang blieb das Tor an der Soester Straße zur St.-Florian-Straße im Gewerbequartier geschlossen, um einer Vermüllung auf der Brachfläche vorzubeugen. Zwei weitere Unternehmen wollen sich aber in den nächsten Monaten auf dem bislang nicht erschlossenen nördlichen Teil der ehemaligen Kaserne ansiedeln. - ha

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