Windfarm in Freiske und Weetfeld

Windräder drei und vier sind im Anmarsch

Zwei Türme stehen: In Freiske geht der Bau der Windräder weiter voran.
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Zwei Türme stehen: In Freiske geht der Bau der Windräder weiter voran.

Turm eins der beiden Windräder, die derzeit in Freiske gebaut werden, steht mittlerweile. Der große Bagger ist bereits zur zweiten Baustelle südlich der Autobahn 2 gezogen und setzt dort die einzelnen Bauteile des zweiten Turms zusammen. Ab Ende März sollen Gondel und Flügel für beide Windkraftanlagen folgen.

Freiske - Insgesamt erreicht eine Anlage dann eine Höhe von knapp 200 Metern. Zeitnah könnten dann bereits die ersten Testläufe gestartet werden. Allerdings liegt auch ein Einspruch beim Oberverwaltungsgericht vor. Eine Nachbarin klagt mit Unterstützung der „Bürgerinitiative Windpark-A2 Hamm“ gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg, das keinen Grund für eine sofortige Stilllegung der Baustelle sah. Unterdessen laufen auch die Planungen für zwei weitere Windräder in unmittelbarer Nachbarschaft auf Hochtouren. Der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz ist jedenfalls von der Stadt Hamm durchgewunken worden.

Dieser Antrag entspricht einer Bauvoranfrage. Mit der Amtlichen Bekanntmachung vom 8. März erklärt die Stadt Hamm, dass für zwei weitere Räder in Freiske und Weetfeld keine besondere Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist. Dies sei das Ergebnis einer Bewertung der Antragsunterlagen samt Gutachten und eigener Ermittlungen gewesen, heißt es. Somit wird es keine Bürgerbeteiligung im weiteren Verfahren bis zur endgültigen Baugenehmigung geben. Der steht damit kaum noch etwas im Wege, so dass nach WA-Informationen noch in diesem Jahr mit dem Bau der Anlagen begonnen werden soll. Auch die geplanten Räder haben ähnlich wie die zwei gerade im Bau befindlichen eine Nabenhöhe von 130 Meter und erreichen mit Flügeln eine Höhe von knapp 200 Meter.

Den Antrag hat die Windenergiegemeinschaft Weetfeld-Freiske gestellt. Der Zusammenschluss von einigen Grundstückseigentümern und Nachbarn hatte schon Ende 2012 mit ihrem damaligen Sprecher und Geschäftsführer Martin Krumme versucht, gemeinsam mit dem Projektierer-Unternehmen BB Wind aus Münster, vier Windräder in Freiske und Weetfeld bauen zu lassen. Damals knickte der Stadtrat aber unter dem Druck der Windradgegner ein und setzte das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans aus. Aus vier Rädern sind nun zwei geworden. Sie sind mit modernerer Technik noch deutlich leistungsstärker als die einst geplanten Anlagen. Die Geschäftsführung der Windenergiegemeinschaft wird mittlerweile aus Münster von einem Projektierer der BB Wind gestellt.

Es gibt weiterhin auch Gegenwind.

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