OLG mietet weitere Flächen in Hammer City

Neues Gesicht für Widumstraße: WA baut großen Bürokomplex

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Blick in Widumstraße. So wird es dort nicht mehr lange aussehen.

Der Westfälische Anzeiger errichtet ein neues kaufmännisches Zentrum in der Hammer Innenstadt.

Hamm - Am bisherigen Standort der Fuge (Widumstraße 14) und von Humanitas (Widumstraße 16/18) entsteht ein mehrgeschossiges Bürogebäude. Der Abriss der alten Bausubstanz beginnt Anfang 2020, die Fertigstellung des neuen Gebäudes ist für Ende 2021 geplant.

Beziehen werden den Komplex die Lohn- und Finanzbuchhaltungen des Westfälischen Anzeigers, die aktuell ihre Büros im benachbarten Medienhaus haben. Die Lohnbuchhaltung ist Dienstleister für die Ippen-Gruppe Nord. Für rund 100 Mandanten werden hier circa 15.000 Lohnabrechnungen gefertigt. Die Finanzbuchhaltung betreut über 60 interne und externe Mandanten.

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Mietvertrag zwischen WA und OLG

Für die frei werdenden Büros im zweiten und dritten Obergeschoss im Medienhaus ist ein Mietvertrag zwischen dem Westfälischen Anzeiger und dem Oberlandesgericht Hamm geschlossen worden. Unterzeichnet wurde der Vertrag von WA-Geschäftsführer Hans Sahl und dem Vize-Präsidenten des Oberlandesgerichts, Thomas Helmkamp. Der Mietvertrag wurde über drei Jahre plus Option auf Verlängerung abgeschlossen.

Das OLG wird hier bereits zum 1. März 2020 mit einer IT-Abteilung und zunächst 50 Mitarbeitern einziehen. Aktuell haben sie ihre Arbeitsplätze noch an der Heßlerstraße. Sie gehören zum zentralen IT-Dienstleister der Justiz mit Hauptsitz in Köln. Die Mitarbeiter garantieren den störungsfreien Betrieb der elektronischen Datenverarbeitung für die Justiz.

Blick in die Hinterhöfe der Widumstraßen-Häuser. Sie werden rechts vom WA-Fachwerkhaus abgerissen.

Das OLG hat insgesamt eine Fläche von knapp 1150 Quadratmetern angemietet, rund 930 Quadratmeter entfallen auf Büros. Die beiden Etagen bieten insgesamt Raum für bis zu 75 Arbeitsplätze.

Medienhaus-Bauweise als Vorbild

Bis das neue kaufmännische Zentrum des Westfälischen Anzeigers bezugsfertig ist, gibt es für die Mitarbeiter eine Übergangslösung. Bei ihrer Rückkehr ziehen sie in ein dreigeschossiges Gebäude plus Staffelgeschoss mit rund 1500 Quadratmeter Bürofläche. Baulicher und energetischer Standard sowie die Ausstattung entsprechen der Bauweise des Medienhauses. Im Osten endet der Komplex an der Grenze zu Getränke Schürmann. Über eine Durchfahrt wird von der Widumstraße aus ein Innenhof mit bis zu neun Stellplätzen erreicht.

Zusammengenommen ergibt sich mit dem Medienhaus, dem denkmalgeschützten Fachwerk (Geschäftsstelle und Büros) und dem neuen kaufmännischen Zentrum ein schlüssiger Gesamtkomplex zwischen König- und Widumstraße. „Wir sind froh, hier auch städtebaulich einen wichtigen Beitrag zu leisten“, sagte WA-Geschäftsführer Hans Sahl. Mit dem Neubau erhalten Teile der Widumstraße eine geschlossenes Erscheinungsbild.

Optisch und räumlich Vorbild für die Neubebauung an der Widumstraße: das neue Medienhaus von WA und Lippewelle an der Königstraße.

Die Planung liegt wie schon beim Medienhaus und bei dem neuen Bürokomplex der Ippen-Stiftung an der Bismarckstraße in den Händen von Architekt Sven Kastien (Düsseldorf).

Der WA und die Justiz

Die Justiz ist schon einmal Mieter beim Westfälischen Anzeiger geworden. Im Juni 2015 unterzeichnete die Justizkasse des Landes Nordrhein-Westfalen einen langfristigen Mietvertrag für das alte Verlagsgebäude des WA an der Gutenbergstraße. Die Justizkasse NRW suchte ein Objekt, weil sie bis 2017 schrittweise zusätzliche Aufgaben hat, die bis dahin in den Gerichtskassen in Köln und Düsseldorf angesiedelt waren.

Die Hammer Behörde mit mehr als 200 Mitarbeitern ist zentral für die Vollstreckung rückständiger Justizforderungen in ganz Nordrhein-Westfalen zuständig.

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