Neues Leben im alten Westernsaloon

Bald Burger in Pelkum: Aus "Nanaimo" wird "Route 66"

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Freude, dass es weitergeht: Samir Burnic von Route 66-Diner (von links), Verpächter Gerd Willenberg und Pächter Deniz Cakar sind sich einig.

Pelkum - In den Westernsaloon „Nanaimo“ an der Kamener Straße 126 kehrt neues Leben ein. Für den 15. März ist die Wiedereröffnung geplant – allerdings mit einem veränderten Konzept und vor allem unter einem neuen Namen: Aus dem „Nanaimo“ wird das Burger-Restaurant „Diner-Route 66“.

Ein solches Restaurant gibt es in Hamm bereits – und zwar an der Richard-Wagner-Straße in der Hammer Innenstadt. „Das Diner dort bleibt natürlich offen“, sagt Samir Burnic, Prokurist der Route 66-Diner GmbH. In Hamm ist Burnic kein Unbekannter. Unter anderem hatte er mehrere Jahre das Restaurant „Bergschlößchen“ im Ortsteil Lohauserholz betrieben.

Er selbst wird in Pelkum jedoch nicht dauerhaft in der Küche und hinterm Tresen stehen. Pächter des Gastronomiebetriebs wird sein langjähriger Mitarbeiter Deniz Cakar, der als Frenchisenehmer das Konzept der Route 66-Diner GmbH übernimmt. Preise, Angebote, Rezepte – alles wird so wie beim Betrieb in der Innenstadt sein. Wie Burnic und Cakar erklärten, passe der Westernsaloon prima ins Konzept. Vor allem das Ambiente und der Biergarten im Western-Stil hätten ihn überzeugt. Es sei dies der ideale Ort, Burger und Co. anzubieten.

„Der Westernsaloon passt prima ins Konzept“: Wiedereröffnung des Nanaimo ist im März, dann aber unter neuem Namen.

Shisha-Bar - nein danke

Das freut auch Gerd Willenberg, der seinen Westernsaloon zunächst für fünf Jahre verpachtet hat. „Plus Option für drei weitere Jahre.“ Mit seinem letzten Pächter hatte Willenberg Pech: Seit Oktober steht der Westernsaloon leer. Mit der Veröffentlichung auf den entsprechenden Internetplattformen, dass er einen neuen Pächter suche, hätten sich etliche Interessenten bei ihm gemeldet – und das nicht nur aus Hamm, sondern auch aus Krefeld, Münster, Kamen und Erkenschwick.

„Die meisten wollten den Westernsaloon so wie bisher weiterführen, andere wollten aus ihm eine Shisha Bar machen.“ Dass er sich am Ende für das Angebot von Burnic und Cakar entschieden habe, habe vor allem zwei Gründe: Das Konzept vom Diner habe ihn ebenso überzeugt wie der langfristige Pachtvertrag. Es freue ihn sehr, dass es weitergehe.

Zahl der Sitzplätze steigt

Der neue Betreiber wird in den kommenden Wochen einige kleinere Veränderungen im künftigen „Diner Route 66“ vornehmen. So soll die Zahl der Sitzplätze von derzeit 50 auf 70 erhöht werden. Zudem soll die Küche modernisiert werden. Einrichtung und Deko sollen hingegen weitgehend beibehalten werden.

Gerd Willenberg im Nanaimo im Februar 2015.

Burnic geht davon aus, dass künftig etwa zehn Mitarbeiter in dem Gastronomiebetrieb arbeiten werden. „Interessierte können sich gerne bei uns melden. Wir suchen immer gute Kräfte.“

Betrieb in Werne verkauft

Geöffnet hat das Burger-Restaurant, in dem neben Burgern auch Hot Dogs, Pizzen, Steaks, Schnitzel und Salate angeboten werden, unter der Woche von 16 bis 22 Uhr, an den Wochenenden von 16 bis 23 Uhr. „Dienstags haben wir zu“, so Cakar, der in den Betrieben der Kette alle Arbeiten kennengelernt hat, so auch „In Teufels Küche“ in Dortmund. Bis vor Kurzem gab es das „Diner Route 66“ auch in Werne. Der dortige Betrieb wurde mittlerweile aber verkauft.

Der Betrieb an der Richard-Wagner-Straße.

Kneipe mit Kultcharakter

Tres’chen Brüggemann, Ulrike Flockermann, Horst Brinkrolf, Gerd Willenberg: Auch dank dieser und anderer Wirte erreichte die Kneipe an der Kamener Straße 126 in Höhe des Wiescherhöfener Marktplatzes in den vergangenen Jahrzehnten Kult-Charakter. Lange Zeit hieß die Gaststätte „Zum Dreiländerck“ – in Anspielung auf das „geografische“ Dreiländereck. Nur wenige Meter entfernt stoßen Herringen, Pelkum und Wiescherhöfen aufeinander und gaben der Kneipe ihren Namen. 2015 wurde daraus der Westernsaloon „Nanaimo“ und in diesem Jahr – Eröffnung ist im März – das Burger-Restaurant „Diner Route 66“.

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