Westernreiten und mehr in Pelkum

Mit dem „Pink Ponyhof“ geht ein Traum in Erfüllung

Alexandra von Tresckow führt den Pink Ponyhof in Hamm-Pelkum. Unterstützung bekommt sie  von Jill Hellwig und Lisa Setke.
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Hat sich ihren Traum erfüllt: Alexandra von Tresckow (links) führt den Pink Ponyhof in Pelkum. Unterstützung bekommt sie dabei unter anderem von ihren Teampartnerinnen Jill Hellwig (Mitte) und Lisa Setke.

Eine ungewöhnliche Reitanlage befindet sich an der Weetfelder Straße, im Dreieck von Lohauserholz, Wiescherhöfen und Pelkum: der „Pink Ponyhof - AvT Westerntraining“. Damit hat sich Alexandra von Tresckow einen Traum erfüllt.

Pelkum – Sie selbst hat mit drei Jahren ihre Liebe zu den Pferden entdeckt. Von da war es jedoch noch ein weiter Weg zum Westernreiten und zum eigenen Hof. Seit 2013 ist sie mit ihren Pferden an der Weetfelder Straße 69 und der Erfolg liegt auf der Hand.

Die Nachfrage sei hoch, wie von Tresckow erklärt. Doch hat sie eigene Vorstellungen, denn für sie kommen das Tierwohl und eine bewusste, gewollte Ausbildung an erster Stelle.

„Ponyreiten für Kinder oder die Ausbildung von Leuten, die selbst keine Leidenschaft dafür zeigen, kommt für mich nicht in Frage“, so die Reitlehrerin. Manchmal erlebe sie Kinder, bei denen der Reitunterricht nur der Wunsch der Eltern sei. Deshalb führe sie mit jedem neuen Schüler zunächst auch ein Vorgespräch durch, um ihn und seine Motivation kennenzulernen. Sonst lasse sie sich nicht darauf ein.

Angstreiter auf dem Pink Ponyhof

Das bedeute aber nicht, dass bei ihr das Augenmerk auf Leistung und Wettkampf liege: Gerade Menschen mit Handicap, oder auch Angstreiter liegen ihr am Herzen. „Meine Reitanfänger sind von sechs bis weit über 60 Jahre alt“, sagt von Tresckow. Sie habe Reiter da, die an Multipler Sklerose leiden, und sie freue sich jedes Mal, wenn sie die tiefe Entspannung und das Glück sehe, die durch die Interaktion mit den Pferden entstehe.

Selbst ihr eigener Mann habe früher keinen Bezug zu Pferden und sogar großen Respekt vor ihnen gehabt. Heute genieße er es, ganz entspannt auszureiten.

Westernreiten im Dreieck von Lohauserholz, Wiescherhöfen und Pelkum

Das gemeinsame Arbeiten von Pferd und Reiter sei gerade das Besondere am Westernreiten: „Die Tiere wollen geführt werden, und da muss das Verhältnis stimmen“, sagt die Expertin. Die Cowboys haben früher bis zu 16 Stunden im Sattel verbracht, brauchten eine freie Hand für die Arbeit mit dem Lasso und benötigten dazu ein tiefes Verständnis für das Tier. Es gebe keinen Knopf, den man drücken müsse, um eine bestimmte Reaktion zu erzwingen.

Ziehen an einem Strang. Beim Westernreiten müssen Pferd und Reiter zusammenarbeiten, wie Alexandra von Tresckow zeigt.

Sie selbst komme auch aus dem klassischen Reitsport, habe dann Kontakt zu einem Westernreithof gehabt und dort genau ihren Weg gefunden. „Ich hatte im Sauerland gelebt und dort die langen Ausritte stets genossen“, so von Tresckow.

Mit Pferd von Bönen nach Hamm

Nachdem sie nach Hamm umgezogen waren, hatte sie ihr Pferd zunächst in Bönen eingestallt. Dort lief jedoch der Pachtvertrag aus, und so suchte sie ein Domizil in Hamm. Schließlich kam die Idee nach einer eigenen Anlage auf. „Da war es mein Mann, der mich auf diesen Hof eines Freundes aufmerksam machte“, so von Tresckow.

Es war zwar noch jede Menge Arbeit für den Reitstall notwendig, aber sie sah das Potenzial und machte sich ans Werk. Heute hat sie fünf eigene Pferde auf dem Hof und das Pink-Pony-Hof-Team, aus Reitern und Schülern, beträgt rund 35 Aktive. „Wir sind eine Familie, und der Hof ist mein Wohnzimmer“, sagt von Tresckow und lacht.

Schubkarre in Pink auf dem Ponyhof

Sie hatte sich zu Beginn einige Schubkarren in Pink angeschafft und aus der Aussage einer Schülerin, es sei ihr pinker Ponyhof, entstand schließlich auch der Name.

Wohlfühl-Ponyhof für Pferde

Noch wichtiger, als der richtige Umgang der Reiter mit den Tieren, ist ihr das Wohlbefinden der Tiere selbst: Sie betreibe eine Paddock-Haltung mit Heu-Fütterung, wobei die Tiere drei Mal täglich Futter bekommen. Unter den fünf Pferden ihrer Kunden sind auch Tiere mit Hufrehe und eines mit Lungenproblemen.

„Bei einem vernünftigen Umgang ist das kein Problem, und die Pferde können uralt werden“, so von Tresckow. Daher habe sie stets alles im Blick. Zudem bietet sie Beritt für Pferde in sämtlichen Ausbildungsstadien an, wobei die Besitzer entscheiden, ob sie einen verlässlichen Freizeitpartner haben oder den Weg bis zum erfolgreichen Turnierpferd wählen wollen.

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