Horrorfahrt

Lkw fährt in Buswartehäuschen und touchiert Kinderwagen

Ein Notfallseelsorger betreut die Menschen vor Ort.
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Ein Notfallseelsorger betreut die Menschen vor Ort.

[Update) Nach einem heftigen Unfall mit einem Lkw auf der Werler Straße kam es im Hammer Süden am Montagvormittag zu Verkehrsproblemen. Drei Personen wurden verletzt, darunter ein Kleinkind. Möglicherweise hatte der Verursacher gesundheitliche Probleme.

  • Horrorfahrt eines Lkw: Der Lastwagen rammte mehrere Autos, fuhr dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite in eine Bushaltestelle
  • Ein Vater, der einen Kinderwagen über den Gehweg schob, wurde gerade noch rechtzeitig gewarnt
  • Wie durch ein Wunder wurde bei dem Unfall niemand schwer verletzt. 

Hamm-Süden - Nach WA-Informationen passierte der Unfall am Montag gegen 9.15 Uhr. Ein Lkw, der stadteinwärts unterwegs war, rammte ab der Ampelkreuzung zur Alten Werler Straße insgesamt drei Pkw, fuhr jedoch weiter. An der Bushaltestelle vor der Westfalen-Tankstelle kam er - 150 Meter weiter und auf der anderen Straßenseite - zum Stehen (siehe Google-Karte unten). Die Haltestelle wurde durch den Crash komplett zerstört. Durch umherfliegende Trümmerteile wurde zudem eine Zapfsäule der Tankstelle beschädigt. Erst Mitte Februar war bei einem Unfall fast an der derselben Stelle ein Autofahrer schwer verletzt worden.

Einer Augenzeugin zufolge begann die Schlingerfahrt sogar schon deutlich früher. Demnach war der Lkw-Fahrer schon wenige Minuten zuvor in Rhynern ab der Shell-Tankstelle auffällig geworden, als er "mit Vollgas über rote Ampeln" fuhr und zeitweise auch dort schon auf die Gegenfahrfahrbahn geriet. Die Augenzeugin habe schon dort einen Notruf abgesetzt, sagte sie gegenüber mit WA.de. Auch im späteren Verlauf sorgte der Fahrer durch seine Fahrweise für Schreckmomente.

Da sich bei dem Lkw-Fahrer Hinweise auf die Einnahme von Medikamenten ergaben, musste er eine Blutprobe abgeben. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Die Ermittlungen der Polizei zur Unfallursache dauern an. Von einem vorsätzlichen Geschehen wird nicht ausgegangen. Es entstand ein Gesamtschaden von mindestens 20.000 Euro.

Unfall mit Lkw im Hammer Süden endet an Bushaltestelle

Unfall mit Lkw im Hammer Süden endet an Bushaltestelle

Vater verhinderte Schlimmeres

Sogar einen Kinderwagen erwischte der Lkw einer Spedition aus Groß-Gerau am Ende. Das elf Monate altes Mädchen darin wurde wie durch ein Wunder nur leicht verletzt. Nach WA-Informationen hatte der Vater den Kinderwagen, aufmerksam geworden durch das Hupen und Abbremsen von Autofahrern, weitgehend aus der Gefahrenzone heraus gezogen. Das Kind wurde zur Betreuung in die Kinderklinik gebracht.

Die anderen beiden leicht Verletzten sind der 49-jährige Vater und der 53-jährige Lkw-Fahrer.

Straße zeitweise voll gesperrt

Die Werler Straße musste zwischen der McDonald's-Kreuzung und der Richard-Wagner-Straße in Fahrtrichtung Innenstadt zeitweilig komplett gesperrt werden. Es kam zu nachhaltigen Verkehrsproblemen. Knapp zwei Stunden später gab die Polizei die Fahrbahnen wieder vollständig frei.

Notfallseelsorger vor Ort

Neben den Rettungskräften war auch ein Notfallseelsorger vor Ort. Er kümmerte sich um die Unfallbeteiligten und Augenzeugen.

Polizei und Kräfte der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr Berge wurden mit mehreren Fahrzeugen zum Unfallort alarmiert. Dazu kam ein Notarzt aus Werl und der Rettungsdienst der Stadt Hamm.

De Lkw wurde so schwer beschädigt, dass Betriebsmittel aus der Zugmaschine ausliefen, die von Feuerwehrleuten abgestreut und im Anschluss auch wieder aufgenommen werden mussten. Sie sicherten auch Unfallstelle ab, sichteten das Trümmerfeld und beseitigten dieses im Anschluss an die Unfallaufnahme.

Zunächst hatte es geheißen, dass der Lkw in die Tankstelle gefahren sein. Das bestätigte sich zum Glück nicht.

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