Wenn keiner eingreift, gibt's am OLG demnächst Matsch statt Teich

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Der schöne Schein trügt: Um den Teich am OLG steht es schlecht.

Der Teich am Oberlandesgericht könnte verlanden. Auf dem Boden lagert jede Menge Schlamm. Laut Verwaltung würde es 1,2 Millionen Euro kosten, den Schlamm zu beseitigen.

Hamm– Der Teich am Oberlandesgericht droht zu verlanden. Auf dem Boden lagern der Stadtverwaltung zufolge rund 10 000 Kubikmeter Schlamm. Eine Entsorgung würde 1,2 Millionen Euro kosten. Die Stadt will damit aber noch warten.

Die SPD-Bezirksfraktion Mitte hatte nach dem Zustand des Teiches und möglichen Gefahren gefragt. Nach ersten Laboranalysen gebe es deutliche Hinweise auf eine erhöhte Sulfatbelastung und „hohe organische, noch nicht ausgefaulte Bestandteile“.

Aus fachlicher Sicht sei eine Entschlammung noch nicht erforderlich. Einem Sprecher zufolge gibt die Stadt sich hier noch gut zehn Jahre Zeit. Die Verschlammung ist bei stehenden Gewässern wie dem Oberlandesgerichtsteich ein natürliches Phänomen.

Teuer würde eine Entschlammung bereits jetzt. Bei der vergleichbaren Maßnahme in der Gräfte des Schlosses Oberwerries seien Kosten von 120 Euro pro Kubikmeter Nassschlamm angefallen, heißt es in der Verwaltungsstellungnahme. Lege man dies zugrunde, komme man für den Oberlandesgerichtsteich auf 1,2 Millionen Euro. Die Zahlen gelten für den derzeitigen Zustand, in der Zukunft ist mit höheren Kosten zu rechnen.

Im laufenden Haushalt stehen laut Verwaltung keine Mittel zur Verfügung, gegebenenfalls könnten sie für den Haushalt 2021 angemeldet werden. Der SPD-Bezirksfraktionsvorsitzende Wolfgang Köpping zeigte sich unzufrieden mit den Antworten der Verwaltung. Es sei unklar, wann die Untersuchung gemacht worden sei. Das Umweltamt sei nicht beteiligt gewesen, der Umweltdezernent kenne den Vorgang nicht. Zuständig ist nach Stadtangaben hier allerdings nicht die Umwelt-, sondern die Bauverwaltung.

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