Weniger Gift: Die Luft in Hamm ist sauberer geworden

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Symbolbild

Hamm - Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Luftqualität in Hamm besser geworden. In der Stadt wurde die geringste Stickstoffdioxid-Belastung seit Beginn der Permanentmessungen in 2007 ermittelt.

Die Daten gehen aus der aktuellen veröffentlichten Qualitätsmessung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) für das Jahr 2017 hervor. Darauf weist das hiesige Umweltamt in einer ersten Reaktion hin.

Anders als in Metropolen wie Köln gibt es in Hamm nur einen Messpunkt. Dieser befindet sich an der Münsterstraße zwischen dem Flugplatz und der Heessener Straße – jenem Straßenabschnitt mit dem größten Verkehrsaufkommen in der gesamten Stadt. 2016 hatte das LANUV an diesem Punkt im Jahresmittel eine Stickstoffdioxidbelastung von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgestellt. Dies war exakt der von der Europäischen Union erlaubte Grenzwert.

Ein Jahr später ist dieser Wert nun auf 37 Mikrogramm gesunken. Ähnliche Entwicklungen gibt es auch in vier anderen Ruhrgebietsstädten, eine Erklärung dafür bieten das LANUV und das Landesumweltministerium bislang nicht.

Hamms Umweltdezernent sieht "Entwarnung"

Hamms Umweltdezernent Jörg Mösgen nahm die Ergebnisse durchaus erleichtert zur Kenntnis und sprach von einer „Entwarnung für Hamm“. Stickstoffdioxid ist schließlich in der aktuellen Dieselfahrverbots-Debatte die ausschlaggebende Größe. Ein Fahrverbot auf Hammer Boden dürfte damit zumindest zunächst einmal in weite Ferne gerückt sein. Verkehrsumleitungen, Straßensperrungen als erste Reaktion auf überschrittene Grenzwerte sind ebenfalls vom Tisch.

Skeptiker hatten mit der Entwicklung nicht unbedingt gerechnet, wurde doch Ende 2017 mit dem Abriss des Gammelhochhauses an der Heessener begonnen und war damit befürchtet worden, dass die Luftbelastungen steigen könnten. Dies ist nun nicht eingetreten.

Allerdinges werden in Hamm auch keine Feinstaubbelastungen durch das LANUV gemessen. Es handele sich um den besten bisher an der Münsterstraße gemessenen Wert, sagte Hubertus Hanke vom Umweltamt. Durch die Umsetzung der Maßnahmen des Luftreinhalteplans sei der Wert seit 2007 von 47 Mikrogramm Stickstoffdioxid auf 37 Mikrogramm gesunken.

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