Welle der Hilfsbereitschaft für den kleinen krebskranken Yasar Akif

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Yasar Akif ist an Krebs erkrankt.

676 Menschen haben sich schon registriert, um dem kleinen Yasar Akif Taskin Knochenmark spenden zu können. Der vier Jahre alte Junge aus Herringen hat Leukämie.

Hamm – Nur eine Knochenmarkspende kann das Leben des kleinen Yasar Akif retten. Doch seine Familie kommt als Spender nicht in Frage, die genetische Übereinstimmung ist zu klein.

Freunde der Familie hatten eine Registrierungsaktion in der Lessingschule geplant, am Sonntag sollte sie stattfinden. Dort sollten sich Freiwillige bei der DKMS registrieren, vormals Deutsche Knochenspenderdatei. Doch die DKMS sagte die Aktion aufgrund des Coronavirus ab.

Stattdessen richtete sie einen Link auf ihrer Homepage ein: „Yasar Akif sucht Helden“, steht dort. Wer auf der Seite „Jetzt registrieren“ anklickt und einige persönliche Daten angibt, bekommt eine Box mit Wattestäbchen zugeschickt. Diese Stäbchen hält man an die Wangenschleimhaut und schickt sie an die DKMS zurück. Sie prüft, wie hoch die genetische Übereinstimmung zu Yasar Akif und anderen Blutkrebskranken ist – ob man also als Spender in Frage kommt.

"Die Leute stehen zusammen"

Eine Sprecherin der DKMS ist überwältigt, dass sich schon mehr als 670 Menschen über den Aufruf für den kleinen Hammer registriert haben. „Das ist beeindruckend“,  sagt sie. „Es zeigt: Die Leute stehen zusammen, egal, wie die äußeren Umstände sind.“ Nun dauert es etwa sechs Wochen, bis mit Ergebnissen zu rechnen ist.

Dass über die Aktion tatsächlich ein Spender gefunden wird, der Yasar Akif Taskins genetischer Zwilling ist, wäre eine Sensation. Auf genau diese Sensation hofft Yasar Akifs Mutter Halime Taskin - sie sagt aber auch, dass sie sich freuen würde, wenn durch den Aufruf für ihren Sohn ein Spender für einen anderen Blutkrebskranken gefunden würde.

Hier geht's zum Aufruf der DKMS:

Yasar Akif sucht Helden

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