Denkmal und Rundweg am Hügel werden auf Vordermann gebracht

Weitere Verzögerungen auf der Dauerbaustelle Burghügel Mark

Burghügel Mark in Hamm mit im Jahr 2020 entstandener Ringmauer und dem Denkmal von 1976 auf der Hochmotte
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Nur aus Vogelperspektive einsehbar: Der Burghügel ist wegen der Arbeiten gesperrt. Deutlich zu erkennen ist die in den vergangenen Monaten gefertigte Ringmauer. Jetzt sollen noch das Denkmal von 1976 auf der Hochmotte und der Rundweg um den Hügel instandgesetzt werden.

Berlin hat seinen Flughafen (BER). Er wurde mit neunjähriger Verspätung fertig. Hamm hat den Burghügel Mark. Die Verzögerungen sind zwar noch längst nicht so lang, aber die Umsetzung des Rahmen- und Gestaltungskonzeptes auf dem Burghügel zieht und zieht sich.

Mark – Die Gründe für die Verzögerungen am und auf dem Burghügel Mark sind bislang jedoch andere gewesen, wie umfangreiche archäologische Untersuchungen und aufwendige Ausschreibungen. So liegen die Planer immerhin schon knapp mehr als ein Jahr jenseits des ursprünglichen Termins der Fertigstellung.

Im Vergleich zum BER geht es in der Mark um sehr viel kleinere Maßnahmen, wie die Sitzgelegenheit an der Gräfte, die allerdings schon fertiggestellt ist, und um die neue Brücke zur Hochmotte. Sie ist wegen der Arbeiten auf dem Burghügel noch gesperrt. Dort entsteht eine angedeutete Ringmauer. Diese steht auf Punktfundamenten und scheint deshalb über dem Bodendenkmal zu schweben. Und da oben wird noch einiges zu tun sein.

Nachricht von erneuten Verzögerungen in der Mark

Allenfalls ein vages Ende der Bauarbeiten an der „Wiege der Stadt Hamm“ ist in Sicht. Die angekündigte erneute Verzögerung nahm Bezirksbürgermeister Björn Pförtzsch mit Humor. Als er den Burghügel in der Sitzung der Bezirksvertretung als Thema, „das wir schon lange haben“, ankündigte, musste er lachen.

Grund für die neuerliche Verzögerung ist der Zustand des Denkmals auf dem Hügel. Es entstand 1976 anlässlich des Jubiläums zum 750-jährigen Bestehen der Stadt Hamm. Das Mauerwerk macht den einstigen Standort des Palas oder Wohn-/Wehrturms kenntlich. Das Denkmal müsse instandgesetzt werden, sagte Pförtzsch.

Warten bis zum Sommer

Im gleichen Zuge soll der Weg am Fuß des Burghügels aufgearbeitet werden. Für die Maßnahmen sollen Restmittel aus dem städtischen Haushalt verwendet werden. Die Bauvorhaben werden ausgeschrieben.

Die „Einweihung“ des Burghügels verzögert sich demnach ein weiteres Mal. Die Fertigstellung ist für April/Mai anvisiert. Mit Blick auf die vergangenen Monate hat Pförtzsch seine Zweifel. „Wenn es Juni/Juli wird, wird das eine gute Zeit“, meinte er.

Eröffnungsfeier

Eine gute Zeit dürfte es auch deshalb sein, weil dann eher mit einer Lockerung der Corona-Beschränkungen gerechnet werden kann. Diverse Gäste sollen zur Freigabe der Anlage eingeladen werden.

Das Konzept und die „Wiege der Stadt Hamm“

Durch die Umsetzung des Rahmen- oder Gestaltungskonzepts für den Burghügel Mark soll der kulturhistorische bedeutende Ort erlebbarer werden. Hauptbestandteile des Konzepts sind die neue Brücke und die Ringmauer. 750.000 Euro sind kalkuliert. 90 Prozent stammen aus dem Konjunkturpaket III, 10 Prozent sind städtischer Anteil.

Der Burghügel Mark wird als „Wiege der Stadt Hamm“ bezeichnet. Graf Adolf I. gründete sie im Jahr 1226. Die Burg war sein Stammsitz. Von den einstigen Bauten ist heute nichts mehr zu sehen. Die Anlage im Grünen ist ein Naherholungsgebiet. Die Gräfte umschließt die einstige Vorburg und den Burghügel, die Motte. Das ist eine Burg auf einem künstlich geschaffenen Erdhügel, auf dem in der Regel ein turmartiges Gebäude stand.

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