"Das ist nicht fair!"

Weiter Ärger um Corona-Soforthilfe für Unternehmen in Hamm

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Emfänger auch in Hamm werden aufgefordert, Rechenschaft über die Verwendung der 9000 bis 25.000 Euro hohen Auszahlungen zu führen.

Der Unmut wächst unter Hammer (Klein-)Unternehmen, die in den vergangenen Wochen Gelder aus den Corona-Soforthilfe-Programmen erhalten haben.

Hamm – Sei einigen Tagen werden auch die Hammer Unternehmer per Mail dazu aufgefordert, Rechenschaft über die Verwendung der 9000 bis 25.000 Euro hohen Auszahlungen zu führen. Weil dafür nun offenbar andere Kriterien als bei der Mittelbewilligung zum Tragen kommen, ist vielfach von einer Mogelpackung des Bundes und es Landes NRW die Rede.

So schilderte unter anderem ein Restaurant-Betreiber, der in der Phase des Lockdowns seinen Betrieb hatte schließen müssen, seinen Ärger über das nun anhängige Verfahren. Wie viele andere Gastronomen in der Stadt hatte auch er seine Speisen per Außer-Haus-Verkauf angeboten. „Das war natürlich nicht rentabel, sondern ein Versuch, die Verluste geringer zu halten. Aber jeder Cent, den ich da verdient habe, wird mir nun abgezogen. Das ist nicht fair. Mit dem Wissen von heute hätte ich in der Phase einfach schließen sollen.“

Zoff um Soforthilfe: Unmut kommt im OB-Büro an

Dass Lohnkosten nicht anzurechnen sind, Rechnungen für Wareneinkäufe ebenfalls nur eingeschränkt anerkannt werden, stieß weiterhin auf Unmut. Etliche Unternehmen meldeten sich im OB-Büro und teilten ihren Unmut mit.

Wie Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann erklärte, habe er diese Mails zunächst allesamt an das NRW-Wirtschaftsministerium weitergeleitet. „Ich kann die Leute verstehen. Das sind Fehlentwicklungen, die nicht hinzunehmen sind“, so Hunsteger. Er werde auch den Städtetag einschalten. Eine Lösung werde aber ohne den Bund nicht möglich sein.

Betroffene Unternehmen sollten sich per Mail ans OB-Büro (vzob@stadt.hamm.de) wenden.

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