Gelebte Tradition beim Lichterbogenfest in Werries

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Sterne am Stiel: Die Kinder der Kita Immanuel hatten etwas einstudiert.

Werries - „Wenn bei Lauer das Licht angeht, beginnt die Weihnachtszeit.“ Mit dieser Meinung war Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch am Samstagabend nicht allein. Rund 300 Besucher waren dabei, als das achte Lichterbogenfest vor dem Rewe-Markt an der Ostwennemarstraße gefeiert wurde.

Bevor der Posaunenchor Werries unter der Leitung von Wolfgang Franke das Steigerlied anstimmte, beteiligten sich Organisatoren und Zuschauer am gemeinsamen Countdown, nachdem dann der große bergmännische Lichterbogen in vollem Glanz erstrahlte. Danach hatten die Kinder aus der Kindertageseinrichtung Immanuel ihren großen Auftritt.

Gleich drei Beiträge hatten die Kinder aus dem Sechserclub, die nach den Sommerferien 2016 eine Grundschule besuchen werden, einstudiert – und das in kürzester Zeit.

„Wir haben in den beiden vergangenen zwei Wochen jeden Tag geprobt. Das hat uns und den Kindern viel Spaß bereitet“, erklärte Leiterin Margret Kantner. Auch die Eltern trugen ihren Teil zur gelungenen Aufführung bei, indem sie Sterne am Stiel und Kerzenkopfschmuck für den Nachwuchs gebastelt hatten. Nach dem 15-minütigen Programm belohnte Rewe-Geschäftsführerin Stephanie Becks den Einsatz der Kinder mit einer Leckereien-Tüte.

Lichterbogenfest des Knappenvereins, am Rewe-Markt Maxi-Center

„Die Veranstaltung ist längst ein fester Bestandteil im Bezirk“, hatte Bezirksvorsteher Pförtzsch zur Eröffnung erklärt, bei denen er auch dem Knappenverein Glück Auf Maximilian Werries für sein andauerndes Engagement dankte, um danach auf den geselligen Aspekt der Veranstaltung überzuleiten: „Ich freue mich auf das Knappenlied, und nicht nur auf den Bergmannsschnaps danach.“ Auch Bürgermeisterin Monika Simshäuser lobte den Einsatz der Knappen, die das Fest in Kooperation mit Rewe Lauer auf die Beine stellen: „Das Fest hilft, die Bergmannstradition hochzuhalten. Denn Tradition bedeutet nicht, Asche aufzubewahren, sondern Tradition mit Leben zu füllen.“

„Es hat alles wunderbar geklappt, denn es war richtig schön kalt und so haben die Besucher die Chance genutzt, sich bei Glühwein und Grünkohl aufzuwärmen“, resümiert Stephan Mohr, der Sprecher des Knappenvereins, zufrieden. Er freute sich auch, dass die Knappen aus Heessen mit einer Delegation an dem Fest teilnahmen. Überhaupt funktioniere das Zusammenspiel der Vereine auch im Ortsteil gut. „Jeder hilft mal bei dem anderen aus, genau so soll das sein“, unterstreicht Mohr.

Die Knappen aus Werries stellen derzeit einen der mitgliederstärksten Knappenvereine in NRW. „Der Verein hat sich schon vor langer Zeit nicht nur für Bergleute geöffnet, sondern auch für alle Menschen, die an der Pflege des bergmännischen Brauchtums interessiert sind“, erklärte Mohr das Geheimnis des Erfolgs von aktuell 274 Mitgliedern. Der Lichterbogen wird – je nach Witterung – noch bis zum Februar oder März in den Abendstunden eingeschaltet sein.

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