Statement des OB

Wegen hoher Infektionszahlen: Herter gibt neue Corona-Regeln für Hamm bekannt - der Überblick

Oberbürgermeister Marc Herter bereiten die steigenden Corona-Infektionszahlen Sorgen.
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Oberbürgermeister Marc Herter bereiten die steigenden Corona-Infektionszahlen Sorgen.

Hamms Oberbürgermeister Marc Herter hat angesichts der immer weiter steigenden Corona-Infektionszahlen in Hamm weitergehende lokale Maßnahmen angekündigt. Der Überblick.

Hamm - „Die letzten Tage haben uns schwierige Zahlen hier in Hamm beschert. Wir haben im Oktober eine Verdopplung der Zahlen der Infizierten hinnehmen müssen, im November ist nun noch einmal eine Verdopplung zu verzeichnen. Diese Zahlen haben mich veranlasst, weitere Maßnahmen zu ergreifen - im Vorgriff auf das, was Bund und Länder hoffentlich in der nächsten Woche miteinander vereinbaren werden und wozu sie offenbar in dieser Woche noch nicht in der Lage waren“, begründete Herter den Schritt neue, angepasste Corona-Regeln in einer Allgemeinverfügung festzuschreiben. (News zum Coronavirus.)

„Es besorgt mich, dass die Maßnahmen dieses sogenannten „Lockdown light“ nicht dazu führen, dass man die Krise nachhaltig in den Griff kriegen kann. Sie waren ganz sicher ein erster Schritt, müssen aber nachgesteuert werden. Wir haben jetzt den Teil getan, den wir aus unserer Sicht für möglich gehalten haben“, sagte Herter. „Ich will nicht wieder auf Beschlüsse warten und hinterher dauert es wieder eine Woche, bis wir auf dem Platz sind. Dafür sind die Zahlen einfach zu hoch.“

Diese neuen Regeln gelten künftig:

  • Treffen in Privaträumen werden auf zehn Personen beschränkt. Eine Regelung, aus wie vielen Haushalten die Menschen kommen dürfen, gibt es nicht. Genehmigungen für Treffen und Feiern unter 10 Personen müssen nicht eingeholt werden. „Ich brauche jeden Mitarbeiter in der Corona-Nachverfolgung. Jetzt noch ein großes Genehmigungsmanagement aufzubauen, ist nicht drin“, so Herter.
  • In der Fußgängerzone gibt ab der kommenden Woche samstags zu den Geschäftszeiten eine Maskenpflicht.
  • Eine Maskenpflicht gilt künftig auch vor Schulen. Die genauen Bereiche werden noch mit genauen Meter-Angaben bekanntgegeben und ausgeschildert.

Herter appelliert an Vernunft der Hammer

Herter hofft auf die Mithilfe der Hammer und appelliert daran, Kontakte so weit wie möglich einzuschränken. Zu der konkreten Regelungen für private Treffen sagt er: „10 Personen sind genug.“ Das Coronavirus mache nicht vor der Wohnungstür Halt. „Ich baue darauf, dass die Bürger in Hamm dieses Warnsignal verstehen.“

Die Allgemeinverfügung soll am Montag fertig sein und Dienstag im Westfälischen Anzeiger veröffentlicht werden. In Kraft tritt sie dann am Mittwoch ab 0 Uhr. Befristet sind die neuen Maßnahmen bis zum 18. Dezember. Dann beginnen auch die vorgezogenen Weihnachtsferien in NRW.

Änderungen oder Ergänzungen könnte es noch einmal geben, wenn am kommenden Mittwoch neue Maßnahmen von Bund und Ländern beschlossen würden, die stark von den Hammer Regelungen variieren.

Stadt analysiert steigende Corona-Zahlen

Für die hohen Infektionszahlen hat die Stadt zwei Erklärungsansätze:

Zum einen werde in Hamm extrem viel getestet. Demnach werde mittlerweile jede Kontaktperson der Kategorie I nicht nur unter Quarantäne gestellt, sondern konsequent auch auf das Coronavirus getestet.

Zum anderen habe es zuletzt in drei Betrieben ein Ausbruchsgeschehen mit jeweils rund einem Dutzend positiven Fällen gegeben. Diese Fälle hätten etliche Infektionen im jeweiligen Familienkreis der Mitarbeiter nach sich gezogen. Zu den Firmen oder Branchen machte Herter keine Angaben. Er verwies darauf, dass die Corona-Fälle in den Betrieben bereits nicht mehr akut seien.

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