Weg zur Klage gegen A445 bald frei - Wichtiges Datum steht fest

Die A445 endet bislang in Werl. Sie soll bis nach Hamm weitergebaut werden.
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Die A445 endet bislang in Werl. Sie soll bis nach Hamm weitergebaut werden.

Eine Woche Verzögerung: Nach „organisatorischen Problemen“ hat die Bezirksregierung Arnsberg einen neuen Termin zur Offenlegung der Pläne mitgeteilt: Statt am 19. wird das nun am 26. Februar passieren. Dann ist auch der Weg zur Klage frei.

Werl/Hamm – Der Beschluss mit sämtlichen Planungsunterlagen wird in der Stadt Werl und der Stadt Hamm ab dem 26. Februar bis einschließlich 11. März unter Einhaltung der Corona-Schutzverordnung ausgelegt. Zu den Vorgaben der Corona-Pandemie gehört unter anderem eine telefonische Voranmeldung.

Mit dem letzten Tag der Auslegung gilt der Planfeststellungsbeschluss allen als zugestellt. „Danach kann innerhalb eines Monats Klage beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erhoben werden“, teilt die Bezirksregierung mit. Die hat die Bürgerinitiative „Stoppt A 445“ stets angekündigt.

A445: Hier können die Pläne eingesehen werden

Zusätzlich können der Planfeststellungsbeschluss und die Planunterlagen ebenfalls ab dem 26. Februar über die Homepage der Bezirksregierung Arnsberg www.bra.nrw.de/4861022 eingesehen werden. Es geht um die Planung zum Weiterbau der A 445 von Werl nach Hamm, ein acht Kilometer langes Teilstück zum Lückenschluss.

Mit der Offenlegung erfährt die Öffentlichkeit, wie die Linie geführt wird und welche Belange die Planung berücksichtigt. Erwartet wird, dass die Planbehörde – die Bezirksregierung – an der Linienführung nahe an Hilbeck vorbei festgehalten und den Vorschlag der Stadt Werl einer Verschiebung Richtung Osten über die Felder verworfen hat. Dazu will sich die Bezirksregierung aber im Vorfeld nicht äußern. Immer wieder hatte es zuvor Verzögerungen im letztlich rund zehnjährigen Planfeststellungsverfahren gegeben. Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte im Dezember 2010 bei der Bezirksregierung Arnsberg den Antrag auf Durchführung des Planfeststellungsverfahrens nach dem Bundesfernstraßengesetz gestellt. Nach einem Erörterungstermin stellte sich heraus, dass die geplante Linienführung aus artenschutzrechtlichen Gründen nicht umsetzbar ist. Also wurde neu geplant – mit gravierenden Auswirkungen einer Verschwenkung der Trasse nach Westen in Richtung Hilbeck.

Insgesamt so die Bezirksregierung, habe es im Planfeststellungsverfahren drei Änderungen der Planunterlagen, zwei Erörterungstermine, 344 Einwendungen Privater und 54 Stellungnahmen von öffentlicher Belange gegeben. All das mündete nun im Planfeststellungsbeschluss, der ausgelegt ist und den die Planer für gerichtsfest halten.

„Die A 445 hat eine herausragende Bedeutung und stellt einen der letzten Autobahnneubauten in Nordrhein-Westfalen dar“, sagt die Bezirksregierung. „Sie dient künftig als direkte Verbindung aus dem Sauerland zur leistungsfähigen Ost-West-Magistrale der A 2.“ Darüber hinaus verknüpfe sie die A 2 mit der A 44 und dem bereits vorhandenen Teilabschnitt der A 445 bis zum Autobahnkreuz Werl. „Hierdurch übernimmt sie ein erhebliches Verkehrsaufkommen mit hohem Schwerverkehrsanteil. Außerdem entlastet sie die B 63 als derzeit einzige direkte Straßenverbindung zwischen Hamm und Werl mit den großen Gewerbegebietszentren beider Städte.“

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