BG Weetfeld begrüßt Straßen-Sperrung

WEETFELD ▪ Die Bürgergemeinschaft gegen die Zerstörung der Weetfelder Landschaft muss sich weiter gedulden. Nach Einschätzung ihres Anwalts wird es frühestens in einem Jahr zu einer Gerichtsverhandlung in Sachen „Bebauungsplan Inlogparc“ kommen. Dies sagte der 2. Vorsitzende, Heinz Haeske, im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus Friedenskirche.

Dort erinnerte er auch an die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres, das von den Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Bestehens der BG Weetfeld gekennzeichnet war. Haeske, der in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden durch die Versammlung führte, kam dabei unter anderem auf die Festschrift, das Referat von Dr. Michael Kopatz zum Thema „Zukunftsfähiges Deutschland – In globaler Verantwortung“ sowie auf den Informationsabend mit Anwalt Dr. Frank Niederstadt zu sprechen.

Heftige Kritik äußerte er an dem jüngsten Vorstoß der FDP, den Osterbönener Weg als Zubringer zur Autobahnbrücke für Autos zu öffnen (unsere Zeitung berichtete mehrfach). Mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linkspartei sei er von der Bezirksvertretung Pelkum jedoch abgelehnt worden. Eine Öffnung der Brücke hätte zusätzliche Verkehre verursacht und wäre einem Wortbruch gleichgekommen, spielte Haeske auf einen einstimmigen Ratsbeschluss aus dem Jahre 2002 an, nach dem die Inlogparc-Verkehre aus den angrenzenden Wohngebieten herauszuhalten sind. Die Befürworter einer Öffnung des Osterbönener Wegs sollten jetzt auch nicht der BG die Schuld in die Schuhe schieben. Sie habe nicht das Verkehrskonzept zu verantworten, so Haeske, der in diesem Zusammenhang auch an eine Aussage von Stadtbaurätin Rita Schulze Böing erinnerte. Sie habe gesagt, dass es ohne die B 63n keinen Inlogparc geben wird. Doch auf absehbare Zeit sei das Straßenbauprojekt nicht zu realisieren, mahnte Haeske.

Für 2011 stehen bislang drei Termine fest. So ist fürs Frühjahr eine Begehung des Naturschutzgebiets im Bereich Weetfeld/Berge geplant. Haeske hofft hier auf eine Teilnahme der Verwaltung. Nach dem Landschaftsschutzgesetz sei sie dazu verpflichtet, Auskunft zu erteilen. Als weitere Termine sind ein Ausflug ins Zwillbrocker Venn (14. Mai) sowie ein Vortrag zu einem aktuellen Thema – der Termin steht noch nicht fest – geplant.

Ihre Bedenken gegen den Inlogparc und die geplanten Gewerbeansiedlungen sieht die BG Weetfeld auch durch einen Blick in die Nachbargemeinde Bönen bestätigt. Sie stecke in ihrer größten Finanzkrise. Ein Grund hierfür sei die Übernahme der Firma Becker durch den Klöckner-Konzern. „Zudem weiß noch niemand, was aus dem leer stehenden Woolworth-Lager wird“, so der 2. Vorsitzende.

Der Arbeit der BG seinen Respekt zollte Pfarrer Matthias Eichel. Die Bürgergemeinschaft sei sehr engagiert und habe in den vergangenen Jahren viel Durchhaltevermögen gezeigt. „Und ich kenne keinen Verein, wo sich der Vorstand in einem 14-tägigen Rhythmus trifft.“ ▪ stg

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