Auch Biber vor der Linse!

Lebendiges Lippe-Leben in Hamm - Doku heute im TV

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Für die Aufnahmen ging es auch auf Tauchstation.

Hamm - Als der Filmemacher Ulf Marquardt nach vielen Jahren wieder mit dem "eklig-braunen“ Fluss Lippe beschäftigt, ist er verblüfft, was aus ihr geworden ist. Der WDR zeigt am Dienstag seine 45-minütige Ode an den Fluss: „An den Ufern der Lippe“.

Keine Frage, Liebe auf den ersten Blick war es bei ihm nicht. Aus Kindertagen kennt Ulf Marquardt (54) die Lippe als dreckiges und stinkendes Gewässer. „Ein Mitschüler von mir ist einmal ins Wasser gefallen“, sagt er. Danach habe der Pechvogel Ausschlag am ganzen Körper gehabt und ins Krankenhaus gemusst, erinnert sich Marquardt, der in Selm geboren und in Lünen zur Schule gegangen ist. Umso erstaunter sei er gewesen, als er vor fünf Jahren in Hamm an den Fluss seiner Kindheit zurückkehrte.

„Als ich 2014 für eine andere Dokumentation an der Lippe in Hamm drehte, war ich völlig verblüfft, wie klar das Wasser war und wie viele Fische darin schwammen.“ Kurze Zeit später wünschte sich der WDR mehr Tierfilme aus NRW, und die Idee zu der Doku „An den Ufern der Lippe“ war geboren.

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Auch der Biber kam im Laufe der Dreharbeiten Ulf Marquardt vor die Linse.

Nach einem halben Jahr der Planung drehte Marquardt zwölf Monate lang zwischen der Quelle in Bad Lippspringe und der Mündung in den Rhein bei Wesel. Herausgekommen ist eine 45-minütige Liebeserklärung an einen Fluss. „Ein derart umfassendes Portrait der Lippe voller opulenter Bilder und beeindruckender Tieraufnahmen hat es bisher nicht gegeben.

Auf dem Weg präsentiere sich die Lippe „als wertvoller Naturraum, in dem seltene Tiere wie Biber und Storch leben und in dem auch unter Wasser einiges los ist“, so der Filmemacher.

Filmemacher Ulf Marquardt.

Viel Zeit hat Marquardt investierte Marquard unter anderem in das Filmen eines Haubentaucher-Nestes in Hamm. Über vier Tage hatte er das Schlüpfen der Küken im 24-Stunden-Takt im Blick, „im Film sind davon etwa 45 Sekunden zu sehen“, sagt Marquardt.

Bei einigen Naturschützern aus Hamm blieben die Filmarbeiten indes nicht ohne Kritik. Klicken Sie sich hier in unseren Bericht vom Februar 2018.

Für die Dreharbeiten war das Filmteam an vielen Orten der Lippe zugegen, so auch an der Schleife in Lippetal-Herzfeld.

Der Film:

Dienstag, 16. April, 20.15 Uhr, WDR. (Weitere Infos online auf www.lippefilm.de.)

Die Lippe: Fluss des Jahres 2017 in Hammer Bildern 

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