Neues Stadtviertel?

Nach „Drahtviertel“-Idee: Drei mögliche Szenarien für riesige WDI-Brache im Westen

Auf dem riesigen WDI-Gelände entlang der Wilhelmstraße könnte ein ganz neues Stadtviertel entstehen.
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Auf dem riesigen WDI-Gelände entlang der Wilhelmstraße könnte ein ganz neues Stadtviertel entstehen.

Groß warb die CDU im Kommunalwahlkampf mit ihrer Idee eines „Drahtviertels“ auf der WDI-Brache im Hammer Westen. Jetzt kümmert sich auch die Verwaltung um eine mögliche Nachnutzung.

Hamm – Mit großer Mehrheit (eine Enthaltung) hat die Bezirksvertretung Mitte in ihrer jüngsten Sitzung dem Rat der Stadt Hamm die von der Verwaltung vorgeschlagene städtebauliche Rahmenplanung für das WDI-Gelände an der Wilhelmstraße empfohlen.

Nach dem Brand der Beizanlage 2019 soll die Fläche neu entwickelt werden. Die CDU hatte das Thema zu einem ihrer zentralen Themen im kommunalen Wahlkampf gemacht. Nach ihren Plänen sollte hier ein Hochschul-Campus mit Instituten, Büros für Gründer und einem Science-Center für das Handwerk entstehen, das unter dem Arbeitstitel „Drahtviertel“ kursierte.

Komplettabriss oder Weiternutzung der Bestandsimmobilien?

Auf dieser Basis geht die Entwicklung nun weiter. Drei mögliche Szenarien hat die Verwaltung skizziert. Die ersten beiden setzen sich mit einer Neuentwicklung der Fläche (60.000 Quadratmeter) unter Erhalt und Umnutzung von Teilen der Bestandshallen (Szenario 1) und nach Abriss des kompletten noch vorhandenen Gebäudebestands (Szenario 2) auseinander.

So hatte sich die CDU Hamm das „Drahtviertel“ vorgestellt. In den Plänen der SPD hatte ein ähnliches Entwicklungsprojekt den Namen Lokschuppenquartier.

In beiden Szenarien leitet sich die neue Bebauung in Blockstrukturen aus dem umliegenden Bestand ab. Aufgelockert und erschlossen werden soll die Bebauung durch Grünflächen und zwei grüne Wegachsen in Nord-Süd-Richtung. Die Nutzungsschwerpunkte liegen auf einer ausgewogenen Nutzungsmischung zwischen Wohnen, Dienstleistung und Gewerbe (Szenario 1) und einer Nutzungsmischung mit Schwerpunkt Wohnen (Szenario 2).

Drittes Szenario belässt Fläche in WDI-Hand

Die verkehrliche Erschließung erfolgt hauptsächlich über die Otto-Brenner-Straße, der ruhende Verkehr soll in Quartiersgaragen untergebracht werden. Zusätzliche Angebote wie Car-Sharing und Fahrradstation sollen umweltfreundlicheres Verkehrsverhalten fördern.

Ein Jahr nach dem Brand bei der WDI

Ein Jahr nach dem Brand bei der WDI
Ein Jahr nach dem Brand bei der WDI
Ein Jahr nach dem Brand bei der WDI
Ein Jahr nach dem Brand bei der WDI
Ein Jahr nach dem Brand bei der WDI

Das dritte Szenario geht von einem Verbleib der WDI auf dem Gelände aus. Unter Ausschöpfung vorhandener Flächenpotenziale wird eine ergänzende Bebauung entlang der Wilhelmstraße und der Hobreckerstraße vorgeschlagen. So ließe sich ein Mehrwert für die städtebauliche Entwicklung dieses Bereiches erzielen. Wohnnutzungen werden in diesem Szenario angesichts der industriellen Nutzung durch die WDI ausgeschlossen.

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