Trotz acht Bewerbern

Immer noch kein Pächter fürs Wassersportzentrum in trockenen Tüchern

Viel Platz für Tische und Stühle: Das Wassersportzentrum hat einen großen Terrassenbereich, in den Sommermonaten gibt es dort aber noch keine Getränke, kein Eis und keine Snacks.
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Viel Platz für Tische und Stühle: Das Wassersportzentrum hat einen großen Terrassenbereich, in den Sommermonaten gibt es dort aber noch keine Getränke, kein Eis und keine Snacks.

Eigentlich könnten schon jetzt jeden Tag Hunderte Hammer unweit des Kanalufers schlemmen und den einen oder anderen Drink genießen. Noch immer hat sich die Stadt Hamm aber nicht für einen Pächter für das Wassersportzentrum entschieden.

Hamm – Das neue Wassersportzentrum an der Kanalkante soll ein Besuchermagnet werden. Das, was Münster am Aasee oder Dortmund am Phönixsee Gästen von nah und fern bieten, soll auch in Hamm Realität werden: Nette Abende am Wasser bei Wein, Bier oder Cocktails. Nun steht allerdings fest: In diesem Sommer wird es nichts mehr mit der Gemütlichkeit am Wasser. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner180.793 (Stand: 31.12.2020)

Wassersportzentrum: Pächter steht wohl erst im Oktober fest

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, wird es wohl bis zum Oktober dauern, bis ein neuer Pächter gefunden ist, der dann eigenständig die Küche, den Tresen, die Kühlung und das Inventar besorgt und eingebaut hat. Von diesem Zeitplan gehen die Verantwortlichen im Rathaus aus.

Mit Hochglanzprospekten und Internetportalen hat die Stadt Hamm einen Pächter für das neue Wassersportzentrum gesucht. Zahlreiche Interessenten hatten sich in der Folge bei der Stadt gemeldet und sich nach der Gastronomie und den Voraussetzungen erkundigt. Die Bewerbungsphase ist inzwischen beendet.

„Letztendlich haben wir acht Bewerber, die tragfähige und gute Konzepte eingereicht haben“, so Stadtsprecher Tom Herberg auf Nachfrage unserer Redaktion. „Die Angebotspalette beziehungsweise die Gastronomiekonzepte sind sehr unterschiedlich, Einzelheiten können wir aufgrund des laufenden Verhandlungsverfahrens noch nicht nennen“, so der Stadtsprecher weiter.

Langer Auswahlprozess und Verhandlungsgespräche

Derzeit werden die Angebote der Gastronomen gesichtet und geprüft und für eine Vorauswahl gefiltert. Herberg: „Danach werden Verhandlungsgespräche mit den Bewerbern in der engeren Auswahl geführt.“ Bei diesem Auswahlprozess holt sich die Verwaltung Hilfe ins Haus. Vertreter des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes unterstützen die Stadt bei der Suche.

Die Entscheidung werde sich an objektiven Kriterien orientieren – stets mit der Zielsetzung, ein dauerhaftes und für die Bürger attraktives und flexibles gastronomisches Angebot zu finden, teilt die Verwaltung mit.

Corona verzögert Suche zusätzlich - Stadt lässt sich bewusst Zeit

Ursprünglich sollte bereits Ende 2020 ein Pächter ins Wassersportzentrum einziehen. Wegen der coronabedingten Unsicherheit der Gastro-Branche ein schweres Unterfangen. Viele Gastronomen hielten sich mit Angeboten zurück. Ohnehin hatte die Stadt bereits bei der internen Eröffnung in Aussicht gestellt, sich bei der Suche nach einem Pächter Zeit zu lassen, da eine tragfähige und langfristige Lösung angestrebt werde.

Wegen der Corona-Pandemie wurden auch die Pläne der Stadt über den Haufen geworfen, dass ein neuer Pächter den Rohbau übernimmt und mit seinen Plänen die Inneneinrichtung gestaltet. Zu solch hohen Investitionen sei niemand bereit gewesen, heißt es aus dem Rathaus.

800-Quadratmeter-Außenterrasse am Kanal

Nun muss ein neuer Pächter für die Gastronomie, die im Innenbereich 70 Plätze fasst, die Bestuhlung und die Kühltechnik mitbringen. Die Außenfläche, die bewirtschaftet werden kann, liegt bei 800 Quadratmetern. Die Außenterrasse kann ganzjährig genutzt und bis zu den Stufen bestuhlt werden.

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