Leitung anzapfen

Wasser in den Erlebnisraum: Wie die Versorgung der Lippeaue gesichert wird

Wasserversorgung: In diesem Bereich liegt das Rohr, das Niederschlagswasser in die Lippe leitet – und künftig den Erlebensraum Lippeaue mit genügend Nässe versorgt.
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Wasserversorgung: In diesem Bereich liegt das Rohr, das Niederschlagswasser in die Lippe leitet – und künftig den Erlebensraum Lippeaue mit genügend Nässe versorgt.

Wie werden die Wiesen feucht? Diese Frage blieb noch offen nach den beiden Ortsterminen am Rande des künftigen Erlebensraums Lippeaue.

Heessen – Zunächst hatten Umweltdezernent Volker Burgard und Umweltamtsleiter Dr. Oliver Schmidt-Formann erklärt, wie das Projekt weitergeht, später hatte Jürgen Hundorf, Vorsitzender des Hammer Ortsvereins des Naturschutzbundes (NABU), Flora und vor allem Fauna – also: die Tierwelt – konkretisiert. Dabei war klar geworden, dass die Lippeauen auch nach Fertigstellung des Erlebensraums nicht von alleine mit genügend Wasser versorgt werden.

Auch Silke Bielefeld aus dem Umweltamt musste sich noch mal mit dem Lippeverband kurzschließen, um eine auch im Detail sichere Antwort auf die Frage zu geben: Wie werden die Wiesen feucht? Im Zentrum steht eine Wasserleitung, die von einem Pumpwerk an der Brökermersch bis zur Lippe führt. Diese werde angezapft und so würde das benötigte Wasser in die Auen geleitet, so Bielefeld.

Hochwasserschutz ist steuerbar

Die Leitung gibt es bereits, das Pumpwerk auch, wenngleich es nahe des Ladenlokals von Möbel Boss nicht groß auffällt. Hier sammelt sich Oberflächenwasser aus den Flächen und Gewässern drumherum, Niederschlagswasser ist das vor allem, und es würde aufgrund der Höhenverhältnisse dort bleiben, wenn es nicht in die Lippe gepumpt würde. Wie viel Wasser dort abgeleitet wird, ist nicht genau bekannt, wie viel Wasser die Aue braucht, auch nicht.

Aber das sei nicht wirklich eine Frage. Allein durch die Errichtung des neuen Hochwasserschutzes werde das Grundwasser voraussichtlich ansteigen, sagt Silke Bielefeld, der Rest käme aus dem Pumpwerk. Die Leitung zur Lippe werde im Bereich des neuen Deiches angezapft, die Menge sei über einen Schieber steuerbar. Das geschehe nicht automatisch, sondern die Wasserstände würden kontrolliert, und bei Bedarf fahre ein Mitarbeiter raus und öffne – oder umgekehrt: schließe – den Schieber.

Auswirkungen auf den Pegelstand der Lippe werden nicht erwartet, dazu sei die voraussichtlich entnommene Wassermenge zu gering. Und es stünde genügend Niederschlagswasser zur Verfügung, um den Auen nasse Füße zu machen – und so der Tier- und Pflanzenwelt genügend Feuchtigkeit zur Verfügung zu stellen.

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