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Acht neue Sirenen für Hamm - Feuerwehr nennt Standorte

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Von: Torsten Haarmann

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Die Sirene auf der Grundschule Uentrop hört nicht jeder im Dorf.
Einer der neuen Standorte: Die Sirene auf der Grundschule Uentrop hört nicht jeder im Dorf. Sie warnt in Richtung Süden. © Andreas Rother

Rund zwei Wochen nach dem Warntag hat die Hammer Feuerwehr kaum Rückmeldungen registriert. Trotzdem ist klar: Es besteht Nachbesserungsbedarf, und es wird eine Aufrüstung geben.

Hamm – Rund zwei Wochen nach dem Warntag sind bei der Hammer Feuerwehr offiziell nur drei Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen: je eine aus Herringen, von der Richardstraße in Uentrop und aus Werries. Die Sirenen seien kaum oder gar nicht zu hören gewesen, heißt es. Die Auswertung der Rückmeldungen von den Freiwilligen Feuerwehren steht noch aus.

Unabhängig davon ist der Ausbau des Sirenennetzes geplant. 38 Standorte sind es zurzeit. Acht weitere Sirenen sind auf städtischen Gebäuden vorgesehen: Gymnasium Hammonense, Ausländeramt am Caldenhofer Weg, Konrad-Adenauer-Realschule, Hermann-Gmeiner-, Wilhelm-Busch-, Karl- und Josefschule sowie das Friedrich-List-Berufskolleg.

Ob die Anlagen noch dieses Jahr aufgestellt werden, stehe nicht fest, sagt Tobias Blokesch von der Feuerwehr Hamm. Die Fachfirmen hätten viel zu tun. Nach der Flutkatastrophe hat ein Umdenken eingesetzt. Blokesch: „Wir schauen, ob wir etwas optimieren kurzfristig und langfristig können.“

Sirenen in Hamm: unterschiedliche Erwartungen

Die Hammer Feuerwehr will den Hinweisen nachgehen. Was im Gespräch mit Feuerwehrmann Blokesch, zuständig für Katastrophenschutz und Einsatzplanung, aber schon vorher klar wird: Hier liegen unterschiedliche Erwartungen vor. Mit den Sirenen jeden letzten Winkel zu erreichen, sei wünschenswert, aber nicht umsetzbar.

Dennoch soll die Bevölkerung weitestgehend alarmiert werden. Das erfolgt wie Blokesch sagt, über einen Warnmix. „Die Sirene ist nur eine Möglichkeit von mehreren.“ Da ist die Warn-App, die allerdings auf dem Mobiltelefon installiert sein muss, und demnächst das Cell Broadcasting. Dabei werden alle Handynutzer einer Funkzelle gewarnt. „Die Bereiche, die nicht ausgeleuchtet werden, werden mit Lautsprecherfahrzeugen informiert“, sagt er. Die Warnung bleibt aber im Ernstfall nur ein Mittel zur „Sensibilisierung“, sich im Nachgang etwa über Funk, Fernsehen oder App zu informieren.

Sirenen in Hamm: „Thema hat Fahrt aufgenommen“

Die Sirenen bleiben trotz Digitalisierung eine wichtige Warnmöglichkeit. Im Gegensatz zu anderen Kommunen, die vor Jahren alle Anlagen demontierten, habe Hamm alle Standorte behalten, sagt Blokesch. Angesichts jüngster Entwicklungen infolge des Klimawandels „hat das Thema aber wieder an Fahrt aufgenommen“.

Während andere Kreise und Kommunen wieder Sirenen installieren, hat die Stadt Hamm unlängst Fördermöglichkeiten zum Ausbau genutzt. Zwei neue Sirenen-Standorte wurden eingerichtet, darunter die Grundschule Uentrop. Acht sollen stadtweit noch folgen. „Von der Anzahl der Sirenen sind wir also besser aufgestellt als in den vergangenen Jahren“, sagt er.

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