Verdi ruft öffentlichen Dienst zum Warnstreik auf

Busverkehr in Hamm am Donnerstag bestreikt - Viele Angebote geschlossen

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Hamm - In Hamm ruft die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag, 22. März, alle Betriebe des öffentlichen Diensts zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Das betrifft unter anderem alle Stadtwerke-Busse. Es soll einen Protestmarsch und eine zentrale Kundgebung geben.

Diese Informationen wurde am Montagmittag von der Hammer Verdi-Bezirkssprecherin Gudrun Janßen auf WA.de-Nachfrage bestätigt. Demnach gilt der in der Region koordinierte Warnstreikaufruf zum Beispiel am Dienstag für Dortmund, am Mittwoch für den Kreis Unna und eben am Donnerstag für die Stadt Hamm.

Verdi-Streik im Öffentlichen Dienst: Busverkehr und Kitas betroffen

Zu den vom Warnstreik betroffenen Betrieben zählen in Hamm unter anderem die Stadtwerke (inklusive der Verkehrsbetriebe, siehe unten), die Stadtverwaltung, die Sparkassen, der Lippeverband und weitere öffentliche Einrichtungen - darunter voraussichtlich auch mehrere Seniorenheime und Kitas. Vermutlich werden am Donnerstag auch etliche Mülleimer nicht geleert.

Mitteilungen mit weiteren Informationen der Gewerkschaft als Initiator und der Stadt Hamm als Betroffene werden spätestens am Dienstag erwartet. In einer ersten Reaktion räumte Stadtsprecher Lukas Huster ein, "nicht komplett überrascht" worden zu sein. Man habe Aktionen wie diese kommen sehen.

Busse bleiben in Betriebshöfen

Sicher ist indes:

Im kompletten Hammer Stadtgebiet werden am Donnerstag also ab Schichtbeginn ganztägig alle Stadtwerke-Linienbusse im Betriebshof verbleiben. Vor allem im Berufs- und Schulverkehr werden sich die Nutzer auf Alternativvarianten einstellen müssen.

Im Kundenzentrum und in der Energieberatung der Stadtwerke sei mit Beeinträchtigungen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit.  Kunden wird empfohlen, den Besuch des Kundenzentrums oder der Energieberatung auf einen anderen Tag zu verlegen.

Die Hallenbäder in Bockum-Hövel, Herringen und Heessen bleiben geschlossen.

Die Parkhäuser werden voraussichtlich geöffnet bleiben.

Inwieweit weitere Unternehmensbereiche betroffen sein werden, konnten die Stadtwerke am Montagnachmittag noch nicht abschätzen.

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Das private Busunternehmen Breitenbach ist von den Streikaktionen nicht betroffen. Man "fahre ganz normal", sagte eine Sprecherin auf Nachfrage. Keine Informationen konnte sie auf die Frage übermitteln, ob die Firma gegebenenfalls Engpässe andernorts ausgleichen werde.

Symbolbild

Protestmarsch durch "halb Hamm"

Am frühen Montagnachmittag hat Verdi von der Hammer Polizei grünes Licht für einen Protestmarsch erhalten. Dieser soll die Warnstreikenden am Donnerstag ab etwa 8.30 Uhr durch - so Gudrun Janßen - "halb Hamm" führen. Beginnend bei den Verkehrsbetrieben (Kampshege), über die Stadtwerke-Betriebsteile (Langewanneweg/Schildkamp), die Lebenshilfe (Grünstraße) und das Rathaus soll das Ziel der Martin-Luther-Platz sein, wo zwischen 10 und 10.30 Uhr eine Kundgebung geplant ist. An den vorgenannten Standorten sollen jeweils die solidarischen Mitarbeiter eingesammelt und mitgenommen werden.

Hintergrund der Warnstreiks:

Grund für den Warnstreik sind die stockenden Tarifgespräche für die Beschäftigten beim Bund und den Kommunen. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro mehr. Durch die Warnstreiks soll der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden.

Vergleichbare Warnstreiks auf Initiative von Verdi gab es in Hamm zuletzt im April 2016 und im März 2014.

 

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