Schandfleck Chattanoogaplatz

Wann wird neben dem Kino endlich gebaut? Das sagt der Architekt

Schandfleck in der Innenstadt: Auf dem Chattanoogaplatz soll gebaut werden. Wann? Vollkommen offen.
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Schandfleck in der Innenstadt: Auf dem Chattanoogaplatz soll gebaut werden. Wann? Vollkommen offen.

Trotz aller Willensbekundungen und Hoffnungen ist und bleibt der Platz neben dem Cinemaxx in Hamm weiter das, was seit Jahren ist: schmuddelig. Warum eigentlich? Wir haben nachgefragt.

Hamm - Absichtsbekundungen, die freie Seite des Chattanoogaplatzes neben dem Kino zu bebauen, gibt es schon seit mehreren Jahren. Entwürfe von 2016 zeigen eine zerklüftet anmutende Häuserlandschaft mit begrünten Dächern, unter denen sich – Stand damals – 95 Wohnungen befinden sollten. Zwischenzeitlich war auch schon einmal über andere Nutzungen gesprochen worden. Doch wann wird hier tatsächlich etwas gebaut, und wie wird es aussehen?

„Kein Kommentar“, sagte der Arnsberger Architekt Dietrich Zakowski, der die Fläche entwickeln will, auf Nachfrage unserer Zeitung. Sobald es etwas zu sagen gebe, werde er sich melden. In der Vergangenheit war Zakowski schon einmal etwas vollmundiger aufgetreten, hatte zum Beispiel vom baldigen Abriss der östlichen Garagenhälfte und einem Neubaubeginn berichtet. Doch seitdem sind Jahre ins Land gegangen.

Fest steht immerhin, dass Zakowski das Areal von den ehemaligen Kinobetreibern, der Familie Nieuwdorp erworben hat. Der Kaufvertrag sei in Kraft getreten, bestätigte Hubert Nieuwdorp. Formal sei er damit nicht mehr verantwortlich, was auf dieser Seite des Geländes ab Kinowand geschehe. Das betreffe auch die Umzäunung des Geländes, die der neue Parkhaus-Betreiber Saba Park Deutschland GmbH hier gerne lieber heute als morgen sehen würde. Wiederholt habe man in Arnsberg daran erinnert, hieß es von Saba, und abgesprochen gewesen sei dies auch, nur geschehen ist seit Wochen nichts.

Knackpunkt Baugenehmigung

Auf Nachfrage zum Stand aus städtischer Sicht sagte Stadtsprecher Lukas Huster, man stehe nach wie vor im Dialog mit dem Architekten. Doch es seien noch einige Schritte erforderlich, die nicht in städtischer Hand lägen. So fehlten noch Details, um eine Baugenehmigung für eine neue Tiefgarage erteilen zu können.

Nach letztem Stand der Gespräche gehe die Stadt zudem davon aus, dass der Bebauungsplan geändert werden müsse. Ein Verfahren, über das wieder Monate ins Land gehen werden. Eine Voraussetzung dafür, dies abschließend beurteilen zu können, sind genauere Pläne, was hier wirklich umgesetzt werden soll.

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