Heessener Bürger in Sorge

Sicherheitsdienst observiert Waldbühne nach Feuer-Serie

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Eines bei der Brandserie zerstörten Autos.

HAMM - War’s nur die Ruhe vor dem nächsten Feuer? In der Nacht zu Dienstag konnten die Heessener Feuerwehrleute zumindest wieder durchschlafen. Keine neuen Brandsätze wurden gelegt – aber ein Täter wurde bislang ebenfalls nicht ermittelt.

Rund eine Handvoll Hinweise gingen täglich bei der Hammer Polizei ein, wie deren Sprecher Detlef Schmidt-Lind am Dienstag mitteilte. „Aber eine heiße Spur hat sich daraus noch nicht ergeben.“ Schmidt-Lind empfahl allen Hausbesitzern, die Beleuchtung zu ihren Hofzufahrten und Garagen – falls vorhanden – des Nachts einzuschalten. Das könne den oder die Täter abschrecken.

Eine Stufe weiter war direkt nach der ersten Brandwelle Ende der zweiten Juli-Woche die Spielschar der

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Waldbühne Heessen gegangen und hatte – wie berichtet – private Nachtwachen auf ihrem Gelände organisiert. Zehn Nächte lang patroullierten die Laienspieler auf ihrem Terrain. „Das war rein präventiv. Wenn es bei uns einmal brennt, ist eine Spielzeit gelaufen“, begründete Waldbühnen-Vorsitzende Ingeborg Hesse die ungewöhnliche, letztlich aber auch erfolgreiche Selbstschutz-Maßnahme. Abend für Abend trafen sich sechs bis zwölf Vereinsmitglieder und zogen in Dreiergruppen für jeweils eine Stunde ihre Runden. Nach zehn Nächten war zunächst Schluss, als aber die nächste Welle losging, wurden weitere drei Nachtschichten eingelegt. Verdächtige Beobachtungen wurden in der Zeit nicht gemacht.

Bilder der Zerstörung:

Carports und Autos brennen in Heessen

Carports und Autos brennen in Heessen
Carports und Autos brennen in Heessen
Carports und Autos brennen in Heessen
Carports und Autos brennen in Heessen
Carports und Autos brennen in Heessen

Seit Sonntag ist aber auch das wieder Geschichte. Das Waldbühnen-Team hat einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt, der nunmehr das Gelände observiert. „Wir waren uns einig, dass wir aus Selbstschutzgründen so vorgehen müssen“, fasst Ingeborg Hesse die Gespräche mit den Mitgliedern zusammen. „So eine Tribüne wie unsere kann man nicht mal eben wieder aufbauen“, sagt sie mit Blick auf 1700 Zuschauer fassende Prunkstück der Waldbühne.

Blick auf die Waldbühne Heessen.

Die Sicherheitsfirma müsse mit Vereingeldern bezahlt werden. Eine Alternative habe es nicht gegeben, denn die meisten Mitglieder hätten nunmehr ihre Ferien hinter sich und gingen wieder ihren Berufen nach. „Und da kann man die Nächte nicht an der Bühne verbringen.“ - fl

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