Serie zur Bundestagswahl

Runa Rüth (12): „Bis dahin ist es vielleicht schon zu spät“

Im Garten: Runa Rüth ist am liebsten im Grünen und hört viel Musik.
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Im Garten: Runa Rüth ist am liebsten im Grünen und hört viel Musik.

Der WA und die Lippewelle haben mit mehreren Hammern aus den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen sowie aus unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen darüber gesprochen, was sie sich von der Politik wünschen. Teil 2: Runa Rüth (12).

Hamm – Runa Rüth ist 12 Jahre alt und Schülerin am Hammonense Gymnasium. Sie stellt der Regierung ein mittelmäßiges Zeugnis aus. Runa ist vor allem der Kampf gegen den Klimawandel wichtig, erklärt sie im Gespräch mit Svenja Jesse.

Wenn du der aktuellen Regierung eine Schulnote geben müsstest, welche wäre das?

Ich gucke auch Tagesschau und da merke ich, das geht eher in Richtung 3 bis 4. Also eine 3-.

Wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?

Klimaschutz auf jeden Fall. Denn da bekomme ich aktuell nicht mit, dass da viel getan wird. Es wird zwar viel geplant. Aber das ist für Jahre geplant, die noch sehr weit entfernt sind und bis dahin ist es vielleicht schon zu spät.

Die Serie

Am 26. September ist Bundestagswahl. Und selten zuvor war so unklar, wer Deutschland nach der Wahl regieren wird. Der WA und die Lippewelle haben mit vielen Hammern darüber gesprochen, wie sie die Arbeit der Bundesregierung erlebt haben und was sie sich künftig von der Politik wünschen. Dieses Interview gibt es in einer längeren Version auch im Internet unter www.lippewelle.de als Podcast zu hören.

Teil 1: André Petersmann

Teil 2: Runa Rüth

Teil 3: Peter Wehn

Teil 4: Christian Oberdick

Teil 5: Emine Tuzculu

Und währenddessen werden neue Häuserblöcke hochgezogen. Dazu hattest du einen Leserbrief geschrieben, der in Hamm hohe Wellen geschlagen hat. Wie war das für dich?

Ich fand es super, dass so viel gutes Feedback gekommen ist. Auch von der Politik. Herr Herter hat reagiert und auch die Architekten, an die der Leserbrief gerichtet war, haben geantwortet. Da habe ich schon gemerkt, dass die Architekten sich gekümmert haben, dass das ökologisch so gut es geht ist. Und dass in Hamm auch schon etwas getan wird.

Du darfst noch nicht wählen. Würdest du denn gerne schon wählen können?

Nein, dafür ist die Entscheidung doch noch ein bisschen zu groß. Die Parteiprogramme sind auch so geschrieben, dass Kinder die gar nicht verstehen können. Ich habe es nicht verstanden. Und wenn man nicht weiß, was die Politiker vorhaben, dann kann man das für sich überhaupt nicht entscheiden.

Ist es gut, dass das Wahlalter bei 18 liegt, oder würdest du in vier Jahren mit 16 wählen wollen?

Also mit 16 vielleicht schon. Aber es sind ja nicht alle wie ich und können sich nicht entscheiden. Und dann gäbe es sicher einige, die nicht wählen gehen. Ich finde, wenn man wählen gehen darf, dann sollte man es tun.

Hast du einen konkreten Wunsch an die künftige Regierung?

Kohlekraftwerke schneller abschaffen wäre schon gut, denn das macht viel aus. Dann muss mehr Grün entstehen und nicht nur in Parks oder durch Bäume, sondern auch an Häusern. Also Wohnen und Begrünung zusammenbringen, sodass der Wohnbedarf gedeckt ist aber auch die Begrünung. Ich würde mir auch wünschen, dass sich nicht nur um die Wirtschaft gekümmert wird. Und dass mehr für Kinder getan wird – nicht nur vom Geld her. Dass also mehr Veranstaltungen und Konzerte für Kinder ausgerichtet werden. Denn die meisten Gewinnspiele, bei denen man Konzertkarten gewinnen kann, sind schließlich erst ab 18 Jahren.

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