WA.de-Serie "Mut zu Hamm" (Teil 9)

André Krawczyk (39, Gastronom): Die Hammer sind so offen

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André Krawczyk in seinem André´s Dinner.

Hamm - Es gibt nicht viele Restaurants in Hamm, deren Personalien mindestens ebenso bekannt sind wie der Lokalname. André Krawczyk ist solch ein Fall. Er ist Namensgeber von „André’s Dinner“ an der Richard-Wagner-Straße und als umtriebiger und offener Gastgeber bekannt „wie ein bunter Hund“. Über seinen „Mut zu Hamm“ sprach er mit WA.de.

Geboren in Oelde, kam André Krawczyk über Neubeckum als junger Mann nach Hamm und blieb aus zwei wichtigen Gründen bis heute. 

Wo und wann haben Sie vor Hamm beruflich Ihre Erfahrungen gemacht? 

André Krawczyk: In und um Beckum habe ich in gastronomischen Betrieben gearbeitet, unter anderem als Servicekraft in „Der Höxberg in Beckum“. 

Seit wann sind Sie in Hamm in diesem Job aktiv?

Krawczyk: Seit 2000 bin ich in Hamm und in der Gastronomie tätig. In diese Zeit fällt auch die Ausbildung zum Restaurantfachmann mit bestandener Prüfung im Jahr 2003. 

Warum sind Sie (einst) nach Hamm gekommen? 

Krawczyk: Ich kannte Hamm vorher überhaupt nicht, hatte nur mal davon gehört. Hier lernte ich dann allerdings meinen jetzigen Lebenspartner kennen und zog „Hals über Kopf“ zu ihm. Mittlerweile sind wir seit 20 Jahren ein Paar. Durch eine Annonce im WA kam ich schließlich endgültig in der Gastronomie an. 

Haben Sie in dieser Zeit mal mit Wegzuggedanken gespielt? 

Krawczyk: Nein. Hier gefällt es mir sehr gut, ich habe in Hamm meine berufliche Erfüllung gefunden. 

Warum sind Sie bis heute geblieben? 

Krawczyk: Aus privaten und beruflichen Gründen. Beruflich habe ich mit meinem Restaurant Fuß gefasst, und ich liebe den Umgang mit den Menschen in Hamm. Unsere Gäste geben uns jeden Tag das Gefühl, dass wir angenommen und geschätzt werden. 

Welchen Eindruck haben Sie von den Menschen in Hamm – auch und besonders im Vergleich zu vorherigen Wirkungsorten? 

Krawczyk: Wegen meiner Arbeit stehe ich mit vielen Menschen in Hamm in Kontakt. Ich schätze es sehr, dass die Hammer so offen sind. Es ist meine Art, auch mal einen netten Spruch zu machen, mich an den Tisch zu setzen und mich mit den Gästen zu unterhalten – auch mal über private Angelegenheiten. Ich bin gerne in Hamm, und das soll auch so bleiben. 

Was lief beziehungsweise läuft gut, aus beruflicher Sicht? 

Krawczyk: Ich habe in einem renommierten Restaurant in Hamm meine Ausbildung gemacht und bin bis zu meiner Selbstständigkeit dort geblieben. Seit Februar 2013 habe ich mein eigenes Restaurant „André’s Dinner“. 

Was ist verbesserungswürdig, aus beruflicher Sicht, und was müsste sich dafür gegebenenfalls ändern? 

Krawczyk: Die Gastronomie von außerhalb – nicht mitten in der Stadt oder in Vereinen – sollte bei Veranstaltungen in der Innenstadt mehr integriert werden. Die Stadt könnte zum Beispiel einen „Hammer Pass“ entwickeln, über den die Gäste und Kunden ein kleines Geschenk oder einen Rabatt erhalten. Das wäre dann auch etwas für Gastronomen oder Geschäfte, die außerhalb der Stadtmitte liegen. So etwas gibt es auf den Inseln an der Nordsee. So könnte man auch Hammer erreichen, die sonst eher zum Einkaufen oder Essen weiter wegfahren.

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