Am Montagabend im Kaisersaal des Frankfurter Römers

WA-Redakteur Frank Lahme mit dem Wächterpreis ausgezeichnet

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Frank Lahme (links) wurde vom Jury-Vorsitzenden Hermann Rudolph vor allem für seine ausdauernde Recherche gelobt.

Frankfurt/Main - Frank Lahme, leitender Redakteur in der WA- Lokalredaktion, ist am Montagabend in Frankfurt mit dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte seine hartnäckige Berichterstattung im WA über NRW-Polizisten, die im Dienst verletzt, für die Folgen wegen der Mittellosigkeit oder Schuldunfähigkeit der Täter aber nicht entschädigt wurden.

Der Wächterpreis ist eine der renommiertesten Auszeichnungen im deutschen Journalismus. Er geht zum dritten Mal in die WA-Lokalredaktion. 

Weitere Preisträger sind in diesem Jahr Hannes Grassegger und Till Krause von der Süddeutschen Zeitung und Christiane Mühlbauer vom Tölzer Kurier, der wie der WA zur Ippen-Mediengruppe gehört.

"Fall Klischat": WA-Redakteur Frank Lahme erhält wichtigsten Zeitungspreis

Monika Grütters, Kultur-Staatsministerin im Bundeskanzleramt, wertete die Auszeichnung als „Anerkennung für Wachsamkeit“. 

Die Preisträger hätten einen „klaren Blick für die Wirklichkeit“ mit der „Schlagkraft journalistischer Tätigkeit“ verbunden, sagte die CDU-Politikerin bei der Preisverleihung im Kaisersaal des Frankfurter Römers. 

Alle Preisträger hätten nicht nur große Missstände aufgeklärt, sondern auch „Kräfte zur Veränderung mobilisiert“. 

Im Hammer Fall hatte der NRW-Gesetzgeber nach der WA-Berichterstattung die rechtlichen Rahmenbedingungen für vergleichbare Fälle geändert. 

Eine solche Verknüpfung von lokaler und lösungsorientierter Arbeit könne eine wichtige Zukunftsperspektive für die Arbeit von Journalisten im Wettbewerb neuer Medien sein, so Grütters weiter.

Hermann Rudolph, Vorsitzender der Wächterpreis-Jury, lobte insbesondere die Ausdauer von Frank Lahmes Recherche: Der Hammer Redakteur habe den Fall über Jahre beispielhaft weitergeführt und zeitweise „einen einsamen Kampf geführt“.

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