Erste Antworten

WA-Leser fordern in der Corona-Pandemie: „Die Regeln sollten einheitlich sein!“

Ein Mann hat eine Schutzmaske in der Hand. Medizinische Maske Coronavirus
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Viele WA-Leser sind mit dem Schutzmaßnahmen einverstanden. Sie wünschen sich aber einheitliche Regeln.

Was halten Sie von den aktuellen Corona-Regeln? Sind sie bekannt - und nachvollziehbar? Und wie streng setzen unsere Leser sie um? Das haben wir gefragt - hier sind die ersten Antworten.

Hamm - So manchem erscheinen die aktuellen Verordnungen mehr als Regel-Wirrwarr denn als klare Regelungen für das Leben in der Corona-Pandemie. Wir wollen von Ihnen wissen, was Sie von den Coronaregeln halten - hier sind die ersten Antworten. Wer möchte, kann sich noch an unserer Umfrage beteiligen.

Das sagt Annemarie Waleczek: „Also, prinzipiell halte ich von den Maßnahmen sehr viel und stehe dahinter! Nicht zuletzt weil ich, leider, einige Menschen im Bekannten-/Verwandtenkreis hatte, die an Corona erkrankt sind und teilweise (nach neun Monaten) immer noch stark mit den Folgen zu kämpfen haben.

Was mich daran stört ist, dass kaum ein Bundesland auf Warnungen und Aussagen der Kanzlerin hört. Und trotzdem meint jedes Bundesland, sein eigenes Süppchen kochen zu müssen! Merkel hätte sich von Anfang an mehr durchsetzen müssen. Und dann straight durch. Dann wären wir jetzt vielleicht weiter. Für niemanden ist diese Zeit einfach. Aber wenn wir nicht strikt dagegen arbeiten – wem hilft das?

Coronavirus in Hamm: „Gesundheit ist wichtiger als Bildung“

Mir persönlich ist die Gesundheit meiner Tochter viel wichtiger als Noten, Bildung oder sonst was. Bildung und Co. können nachgeholt werden, eine intakte Gesundheit leider nicht!“

Das sagt Christian Stöcker: „Die Regeln sind ja „eigentlich“ verständlich und nachvollziehbar. Aber dann sollten sie einheitlich sein und nicht ein Flickenteppich an Ausnahme oder Einzelwegen. So wie es zur Zeit ist, kann man es der Bevölkerung schwer verkaufen.

Regel-Wirrwarr: „Ein paar Landesväter gehen einen anderen Weg - das ist unsouverän“

Auch dieses. An Tag „X“ wird was beschlossen, Tage vorher wird die Diskussion quasi öffentlich geführt, und am Tag danach kommen ein paar Landesväter her und gehen einen anderen Weg. Das ist unsouverän und vermittelt keine Einheitlichkeit.

Dass es bei so einem großen und für alle neuem Problem keine Referenz gibt und jeder, jede Regierung seine Wege finden muss, ist selbstredend. Ich möchte auch nicht der Entscheider sein.

Die Regierenden sollten mal ihre eigenen persönlichen Befindlichkeiten hinten anstellen und das tun, wofür die Bevölkerung sie gewählt hat. Wir halten uns so gut es geht an die Beschränkungen, ich fühle mich auch nicht eingeschränkt und rede es mir auch nicht ein.“

Wunsch von Bettina (52): „Einheitliche Regeln wären besser“

Das sagt Bettina Günther (52): „Die Regeln sind richtig, wenn sich dann auch alle dran halten würden. Ich meine, ich bin auf dem Laufenden damit. Da ich eine 89-jährige Mutter mit Demenz und eine Schwester von 69 Jahren habe und möchte, dass sie sich nicht anstecken, sondern gesund bleiben. Da ich selber Asthmatikerin bin und als Tagesmutter mit fünf fremden Kindern im Haushalt arbeite, halte mich sehr genau an die Hygienevorschriften. Einheitliche Regeln wären besser. Beschlossen wurden die Regeln gemeinsam, und nun macht jedes Land doch, was es möchte. Das ist nicht gut.“

Das sagt Janina (34): „Da ich mich sowohl über den WA als auch über die Corona-Seite der Stadt Hamm auf dem Laufenden halte, kenne ich die Regeln. Wir befolgen alle Regeln und haben unsere Kontakte auf den engsten Familienkreis beschränkt. Treffen mit Freunden, auch unter Kindern, finden bei uns seit geraumer Zeit nicht mehr statt. Die Kinder (Erstklässler und Kitakind) betreuen wir zu Hause, auch wenn wir uns wünschen würden, man könne zumindest in diesem Punkt bald wieder zu einem angepassten Betrieb zurückfinden.

Janina (34): „Bei einigen Regeln merke ich eine schwindende Akzeptanz“

Die meisten Regeln erachte ich als gut und sinnvoll. Bei einigen Regeln merke auch ich langsam eine schwindende Akzeptanz. Einheitliche Regeln für ganz Deutschland sind meines Erachtens nicht zielführend, da das Infektionsgeschehen nicht überall gleich hoch ist. Hier würde ich mir wünschen, dass Kommunen individuelle Regelungen treffen dürfen, zum Beispiel bei der Rückkehr zum Unterricht.“

Das sagt Andrea Beitz (33): „Dadurch, dass ich die Medien verfolge ist mir ziemlich klar, welche Regeln wo gelten. Ich halte mich sehr genau an die Regeln. Mir ist es wichtig, mich und meine Familie zu schützen. Ich finde es sehr erschreckend, wie viele Menschen sich trotzdem immer und immer wieder im privaten Raum treffen. Man wird leider mittlerweile sehr ausgegrenzt.

Es ist für jeden wichtig, dass es einheitliche Regeln gibt, da es oft auf Unverständnis stößt, und mittlerweile versteht man die Regeln im Zweifel auch nicht mehr, weil zu viele Unterschiede gemacht werden. Allerdings ist es auch absolut in Ordnung, die Städte mit niedrigen Zahlen zu „belohnen“.“

Das sagt Rüdiger Hartung (63): „Ich verstehe die Regeln nicht, halte mich aber weitgehend daran, weil ich meinem Geld nicht böse bin. Ich werde keine gesundheitsgefährdende FFP2-Maske tragen. Die Dinger vorzuschreiben ist eine Frechheit und müsste bestraft werden. Wenn Regeln, dann einheitliche. Das ist Aktionismus ohne Sinn und Verstand in meinen Augen. Wir schaffen das ist schon lange ein großer Schuss in den Ofen.“

Melanie (43): „Ich habe das Leben stark zurückgefahren“

Das sagt Melanie Dietz (43): „Ja, ich kenne die Regeln. Ich lese täglich in der WA-App nach oder verfolge täglich die Nachrichten bei Lippewelle Hamm. Ich bin sehr genau bei der Einhaltung, da ich Erzieherin in einer Hammer Kita bin, und um die Verantwortung gegenüber deren und meiner Familie weiß. Seit dem 1. Lockdown habe ich mein Leben sehr, sehr stark zurück gefahren. Ich wünsche mir einheitliche Regeln für ganz NRW.“

Das sagt Udo Seifert (69): „Eigentlich kenne ich die Regeln. Manche allerdings sind schwammig. Haben wir eine Wahl? Besser ist es, diese Regeln einzuhalten. Darum konsequent. Dass die Regeln überall anders sind, macht schon Sinn, da ja nicht überall die Krankheit gleich ist.“

Benno (74): „Ich beobachte, dass sich viele nicht an Kontaktbeschränkungen halten“

Das sagt Benno Neuber (74): „Da die aktuellen Bestimmungen gut publiziert werden, sind sie auch gut zu verstehen. Sollte etwas unklar sein, besteht ja jederzeit die Möglichkeit, sich zu informieren. Da ich aufgrund meines Alters und einiger Erkrankungen gefährdet bin, halte ich mich an die Bestimmungen. Beobachte allerdings immer wieder, dass sich viele Leute nicht an die Kontaktbeschränkungen halten. Wahrscheinlich wäre es gut, wenn die Regeln einheitlich sein würden. Allerdings würde es bestimmten Wirtschaftszweigen gut tun, wenn es Lockerungen je nach Infektionsgeschehen gäbe.

Das sagt Claudia Hölscher: „Also mich nervt es schon, dass es keine einheitlichen Regeln gibt. Ich würde mir wünschen, dass in Deutschland die Corona-Regeln für alle gleich sind und gelten, aber hier kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. Und ja, ich halte mich an die Regeln, weil ich Corona satt habe und endlich wieder etwas Normalität haben möchte.“

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