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Sind Senioren in Heessen wirklich so gut versorgt, wie es scheint?

Renter auf Bank
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Viele Senioren in Heessen scheinen mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Doch alles kann verbessert werden, oder nicht?

Heessen ist scheinbar gut aufgestellt, um sich um seine Senioren zu kümmern. Doch reicht das? Gibt es genug Hilfen für Senioren im Bezirk? Wie ist die Infrastruktur? Was tun gegen die Einsamkeit? Was wünschen Sie sich? Diskutieren Sie mit (Formular unten im Artikel)!

Heessen - Was sind die Bedürfnisse und Bedarfe von Senioren? Wenn es im Bezirk eine wissen muss, dann Beate Lütkenhaus, die seit einigen Jahren zusammen mit ihrer Kollegin Monika Neuhaus im Rahmen der Caritas-Stadtteil- und Quartiersarbeit auch für Senioren zuständig ist. WA.de fragte nach.

Machen Sie mal eine Liste: Was brauchen Senioren?
Eine gute Infrastruktur, also Medizin, Pflege, Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung, eine seniorengerechte Wohnung, Teilhabe an der Gestaltung über Gremien, Information und Bildungsmöglichkeiten – und natürlich Kontakte zu Familie, Nachbarschaft, Freunden oder Kirchen und Moscheen.
Was davon wird ihnen in Heessen geboten?
Heessen hat eine gute Infrastruktur. Doch der Stadtteil ist groß und je nach Quartier gibt es mehr oder weniger Angebote. Senioren am Piebrockskamp können fast alles fußläufig erreichen, während Senioren am Vogelsang in Bus oder Auto steigen müssen. Dazu hat sich in Heessen in den letzten Jahren bei Ämtern und Banken einiges im Bereich Barrierefreiheit getan, und mit der Initiative „Heessen für alle“ konnten wir schon 20 Geschäfte, Vereine und Einrichtungen auszeichnen, die besondere Anstrengungen unternommen haben, ihr Angebot für alle möglichst barrierefrei zu gestalten. Und damit sind nicht nur Stufen gemeint…
...und die Kontakte?
Bis zum Lockdown gab es in Heessen viele Kontakt-, Informations- und Freizeitmöglichkeiten. Heessen hat ein ausgeprägtes Vereinsleben, in dem viele ältere aktiv sind und bis ins hohe Alter Zugehörigkeit erfahren. Dazu kommen viele offene Angebote wie die Seniorenfrühstücke und ähnliches. Allen gemeinsam ist, dass sie im Lockdown ausfallen mussten, und viele Senioren haben unter den Kontaktbeschränkungen gelitten. Wir mussten daher mit dem Telefon arbeiten und auf digitale Angebote gesetzt.
Und die digitalen Angebote wurden angenommen?
Die Umstellung auf digitale Angebote – wir haben einen digitaler Kaffeeklatsch organisiert und digitale Spieletreffs – war schwierig und hat zwar nur einen kleinen Teil der Senioren erreicht, aber gezeigt, dass es grundsätzlich möglich ist, Senioren für digitale Angebote zu gewinnen.
Nicht alles geht digital...
Durch unsere Nähe vor Ort konnten wir schnell auf neue Bedarfslagen reagieren: So konnte in der Pandemie ehrenamtliche Einkaufshilfen organisiert werden. Und auch bei der Vereinbarung von Impfterminen konnten wir die Senioren unterstützen.
Und in welchen Lebensbereichen könnte man Senioren im Bezirk noch besser umsorgen?
Die bestehenden zahlreichen professionellen, nachbarschaftlichen oder ehrenamtlichen Hilfen oder eben die Informationen kommen nicht bei allem Senioren an. Sie und ihre Familien und Nachbarn brauchen oftmals Orientierung und Unterstützung, um Zugang zu bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu bekommen. Senioren, die ganz auf sich allein gestellt sind, sind zudem häufig überfordert und haben Hemmungen oder Ängste, sich geeignete Unterstützung zu organisieren. Es ist eine Herausforderung sie zu erreichen.

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Mehr zum Thema lesen Sie in der Print-Ausgabe des Westfälischen Anzeigers vom 26. Juni. 

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