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WA-Aktion „Menschen in Not“: Spenden in Pandemie-Zeiten

Spenden in der Pandemie
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Im Einsatz für Menschen in Not: Andreas Wartala (links), Yvonne Merschjohann und Frank Schulte. (Archivfoto aus 2019)

Unter dem Motto „Helft uns helfen“ bittet der WA auch in diesem Jahr um Spenden für sozial benachteiligte Bürger und Familien dieser Stadt – in Zeiten der Pandemie ein besonderes Unterfangen.

Hamm – Seit nunmehr 26 Jahren ruft der Westfälische Anzeiger in der Zeit vor Weihnachten zu Spenden für „Menschen in Not“ auf. 1994 war die Geburtsstunde der Aktion, mit der schon viel Gutes getan werden konnte. Über 2 Millionen Euro wurden in den zurückliegenden Jahren gesammelt.

Viele Aktionen, bei denen Geld für unsere Hilfsaktion gesammelt wurde, können in diesem Jahr nicht stattfinden. Trotzdem hoffen wir auf viele und großzügige Spenden. Denn: Rund 24.000 Menschen beziehen in Hamm derzeit Sozialleistungen, darunter sind 7000 Kinder und Jugendliche unter 18. Für sie und andere sozial benachteiligte Bürger gibt es die WA-Aktion „Menschen in Not“.

Wie kann ich helfen?

Am einfachsten durch eine Spende auf eins der beiden Spendenkonten, die die Sparkasse Hamm und die Dortmunder Volksbank gebührenfrei dem WA zur Verfügung stellen Empfänger: Menschen in Not

Sparkasse Hamm, BIC: WELADED1HAM, IBAN: DE17410500950000490490

Volksbank Hamm, BIC: GENODEM1DOR, IBAN: DE07441600140001330301

Bekomme ich eine Spendenquittung?

Ja, aber nicht automatisch. Für Spenden bis einschließlich 200 Euro reicht dem Finanzamt nämlich der Kontoauszug als Beleg. Wer dennoch eine Spendenquittung haben will, muss bei der Überweisung diesen Wunsch sowie den Namen und die Anschrift vermerken. Wer mehr als 200 Euro spendet, erhält automatisch eine Spendenbescheinigung. Auch hier bitte Name und Anschrift aufschreiben. Ausgestellt werden die Bescheinigungen durch die Stadt Hamm.

Wie berichtet der WA über Spenden?

Wie in den Vorjahren berichten wir über Aktionen zugunsten „Menschen in Not“ mittels Text und Foto. Auch Spendenübergaben können als Bild im Lokalteil erscheinen. Ansprechpartner hierfür ist WA-Redakteur Andreas Wartala unter der Telefonnummer 105-324. In diesem Jahr bitten wir allerdings darum, dass uns die Fotos zugesandt werden. Zudem listen wir die Eingänge auf den beiden Spendenkonten auf. Wer seinen Namen nicht in der Zeitung veröffentlicht haben will, muss dann bitte „Nein“ auf die Überweisung schreiben.

Wer kann Spenden erhalten?

1994 rief der Westfälische Anzeiger seine lokale Spendenaktion ins Leben – ausschließlich für sozial schwache Bürger und Familien aus Hamm. Anspruch auf Hilfe haben nur Hammer Bürger, die als Einkommen Arbeitslosengeld I, Hartz IV, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit haben. Ist jemand in Arbeit und liegt mit seinem Einkommen geringfügig über dem vorgenannten Leistungssatz, erfolgt eine individuelle Prüfung.

Wie erhält man Hilfe?

Anträge (formlos reicht aus) können für sich selbst oder andere Menschen sowohl Einzelpersonen als auch Vereine, Verbände und Einrichtungen stellen. Aufgerufen sind all jene, die mit der „Zielgruppe“ unserer Aktion zu tun haben, also beispielsweise Mitarbeiter im sozialen Bereich, aber auch Schulen, Wohlfahrtsverbände und Ämter oder Menschen, die von der Not anderer erfahren haben. Anträge beziehungsweise Anfragen können das ganze Jahr über gestellt werden bei den Mitarbeitern des Sozialamtes Frank Schulte (Telefon 1766 00) und Yvonne Merschjohann (Telefon 176677).

In welcher Form wird geholfen?

Bargeld wird nicht ausgezahlt. Stattdessen ermöglicht „Menschen in Not“ zum Beispiel die individuelle Förderung von Kindern, ein neues Bett für eine Seniorin, ein Fahrrad für das Kind, einen Kühlschrank für die alleinerziehende Mutter oder den Ausflug für eine Familie oder Gruppe. Zudem besteht die Möglichkeit, dass soziale Projekte und Einrichtungen, die mit und für unsere Zielgruppe arbeiten, finanziell unterstützt werden. Ein Projekt, das von „Menschen in Not“ finanziell begleitet wird, ist „Eltern und Schule gemeinsam“. Dabei sollen Elternhaus und Schule eine gemeinsame Basis finden, auf der der Lernfortschritt des Kindes gefördert werden kann.

Die WA-Aktion unterstützt das Projekt an der Ludgerischule im Hammer Norden. Hinter dem Projekt stecken aufsuchende Elternarbeit, Ausflüge und Informationsangebote oder auch ein Weckdienst für Schüler. Während der Corona-Pandemie hat die Aktion unter anderem Familien geholfen und ihnen Lebenmittelgutscheine geschenkt. In der Zeit, als viele Menschen neben Toilettenpapier auch Nudeln hamsterten, gab es in vielen Supermärkten nur noch Bio-Nudeln. Die waren zu teuer für Familien, die Sozialhilfe beziehen. Menschen in Not kann auch hier unbürokratisch und vor allem schnell helfen.

Wie kommt die Hilfe an der richtigen Stelle an?

Seit dem Bestehen von „Menschen in Not“ gelten unverändert die selben Regeln: Jeder Spenden-Cent kommt an, Verwaltungsausgaben fallen dank der unbürokratischen Struktur von „Menschen in Not“ keine an. Frank Schulte, Leiter des Amtes für Soziales, Wohnen und Pflege, und seine Kollegin Yvonne Merschjohann sind als Partner der Aktion ehrenamtlich und vertraulich im Einsatz. In Absprache mit dem WA entscheiden sie über die Hilfen. In diesem und im kommenden Jahr wollen die Organisatoren bei der Vergabe zudem die Maßstäbe größer Anlegen, damit auch Familien, die von der Corona-Pandemie betroffen sind und eigentliche nicht ins Förder-Raster passen, in den Genuss von Hilfen kommen. Das heißt aber nicht, dass Fördersummen ohne glaubhafte Anträge und eine entsprechende Prüfung ausgegeben werden.

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