Stadt offen für Vorstoß von Party-Wirt Plass

1. Mai: Das Feier-Volk soll raus aus der Geithe - aber wohin dann?

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Die "Pirates"-Truppe am 1. Mai in der Geithe. Geht's demnächst anderswo hin?

Hamm - Während die Anwohner der Geithe sich vor dem 1. Mai verbarrikadieren, greift die Stadt eine Anregung von „Pirates“-Wirt Karsten Plass auf, Maigängern ein alternatives Ziel zu bieten.

Solch ein Ziel, das mit weniger Anwohnerbelästigung verbunden ist, könnte zum Beispiel der Lippepark sein. Nach dem 1. Mai sollten Gespräche aufgenommen werden, heißt es im Rathaus. Plass zieht seit Jahren mit einer größeren Truppe und aufwändig gestaltetem Bollerwagen am 1. Mai in die Geithe, hatte sich aber auch immer wieder kritisch zu den Exzessen anderer Party-Gänger geäußert.

Karsten Plass

In einem Schreiben an den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) und das Stadtmarketing, das dem WA vorliegt, schlägt der Party-Wirt nun eine geordnete Veranstaltung zum 1. Mai, beispielsweise im Lippepark, vor. Er selbst würde mit dem „Pirates“ eine kleine Bühne und Bands sowie einen Grill- und Getränkestand anbieten. Rentabel sei das wohl nicht, so Plass weiter. Die meisten Teilnehmer würden ja mit eigener Verpflegung anreisen. Es bedürfe deshalb finanzieller Unterstützung.

Maiwanderung in der Geithe 2017

Bei der Stadt zeigt man sich erfreut über Plass‘ Anregung und ist gesprächsbereit. Man wolle sich nach dem 1. Mai zusammensetzen, sagte Ralf Hohoff, der das Büro des Oberbürgermeisters leitet. Grundsätzlich sei der Vorschlag gut. Der Stadt sei es durchaus, wenn sich die Feiernden am 1. Mai an einem zentralen Ort einfänden, ohne dass Anwohner gestört würden.

Vom konkreten Vorschlag Lippepark hält Hohoff allerdings nicht so viel: Der Park liege für Maiwanderer zu weit außerhalb und sei zudem nicht für Großveranstaltungen ausgelegt. Es fehle beispielsweise an leistungsfähigen Strom- und Wasseranschlüssen. Vorgesehen seien im Park deshalb nur kleinere Veranstaltungen am Ort der interreligiösen Begegnung und Veranstaltungen auf Stadtteilebene. Wenn dort Interesse an mehr bestehe, sei man aber gesprächsbereit.

Harte Spielregeln für die Maigänger in der Geithe

An der grundsätzlichen Verteilung von Großveranstaltungen mit Schwerpunkten in der Innenstadt und im Bezirk Uentrop will Hohoff denn auch nicht rütteln. Die Innenstadtförderung sei Aufgabe des Stadtmarketings; andere Veranstaltungen hätten sich an ihren Orten etabliert.

Für den 1. Mai müsse erwogen werden, was von Maigängern gewünscht werde, sagt Hohoff: ein zwangloses Treffen oder eine Veranstaltung mit Programm? Und dann müsse ein passender Ort gefunden werden, möglichst nicht zu weit außerhalb und möglichst ohne Anwohner. Man nehme die Interessen beider Seiten ernst.

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