Corona-Testpflicht

Endlich wieder offen: Einzelhandel in Hamm ab heute wieder mit „Test&Meet“ am Start

Matthias Grabitz mit neuer Acrylscheibe im Kassenbereich in Hamm.
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Keine Mühen gescheut: Matthias Grabitz mit neuer Acrylscheibe im Kassenbereich.

Weil sich Hamm stabil unter der Inzidenz von 150 bewegt, darf heute der Einzelhandel wieder öffnen – allerdings nur mit Termin und unter Vorlage eines negativen Schnelltests oder Impf- oder Genesungsnachweises. Für die Hammer Einzelhändler ist das trotzdem eine gute Nachricht.

Hamm – „Wir freuen uns sehr. Ich hatte schon seit Montag Anrufe, wann man endlich wieder kommen kann – und das ist jetzt endlich der Fall“, sagt Matthias Grabitz vom gleichnamigen Modehaus in der Hammer Fußgängerzone. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner179.111 (2019)

Einzelhandels-Kollege Andreas Brokbals von Brokbals am Marktplatz sieht der erneuten eingeschränkten Öffnung noch etwas skeptisch entgegen. „Natürlich freuen wir uns, allerdings sind es gemischte Gefühle, weil man ja nicht weiß, was in den nächsten Tagen noch so kommt“, sagt er.

Corona-konform dürfen sich jetzt wieder zwei Personen gleichzeitig in seinem Geschäft aufhalten und beraten lassen. Das sei immerhin besser als gar nicht zu öffnen. Trotzdem beobachtet Brokbals, wie die meisten in der Branche momentan, die Entwicklung der Zahlen ganz genau.

Corona-Testpflicht: Weniger Kunden

Auch Andreas Kohl von „Annemarie Kohl Kunstgewerbe“ ist froh über die Öffnung, sieht aber die Testpflicht als eine Hürde. „Wir haben beim letzten Mal gemerkt, dass dadurch lange nicht so viele kommen, wie ohne Test“, sagt er. Den Corona-Lockdown hat der Einzelhändler allerdings gut genutzt.

„Wir haben einen Online-Shop aufgebaut und haben darüber mittlerweile Kunden aus Hamburg, Fulda und Bremen. Vorher hatten wir dazu einfach keine Zeit. Da war das schon eine gute Chance“, erklärt Andreas Kohl.

Sorgen, dass die Geschäfte nach kurzer Zeit wieder schließen müssen, hat Einzelhändler Grabitz nicht: „Wir mussten ja nicht schließen, weil sich bei uns so viele Leute angesteckt haben. Aber ich hoffe, dass wir bald unter die 50er-Inzidenz kommen und der Nachweis eines negativen Tests dann entfällt, denn das ist doch noch ein gewisser Hemmschuh. Und die Kreise und Städte um uns herum zeigen ja, dass die Tendenz in die richtige Richtung geht. Das macht mich zuversichtlich.“

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