Zentrale Themen des Amtsinhabers bei Wahlsieg

Hunsteger stellt vor OB-Stichwahl klar: „Kein einfaches Weiter so!“

Amtsinhaber Thomas Hunsteger-Petermann vor Stichwahl um OB-Amt für Hamm.
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Vor der Stichwahl um das OB-Amt für Hamm äußert sich Amtsinhaber Thomas Hunsteger-Petermann zur „Kunst des Machbaren“.

Kurz vor der entscheidenden OB-Stichwahl am kommenden Sonntag stellt Amtsinhaber Thomas Hunsteger-Petermann seine zentralen Themen vor, die er im Falle eines Wahlsiegs in Hamm sofort angehen will.

Hamm - Hunsteger-Petermann setzt er nach eigenem Bekunden auf machbare und vor allem finanzierbare Elemente. Unabhängig von diesen Themen möchte Hunsteger auch die großen Projekte voranbringen. Dazu zählen beispielsweise das Drahtviertel und der Rangierbahnhof. Er stellt aber auch klar: „Ein einfaches ‘Weiter so‘ wird es mit mir nicht geben! Das gilt sowohl für das Rathaus als auch für politische Konstellationen“. (Hunstegers SPD-Konkurrent Marc Herter war vor einigen Tagen mit einem 100-Tage-Plan vorgesprescht.)

5000 iPads für Hammer Schüler

Angesichts der Corona-Pandemie stellt die Digitalisierung der Hammer Schulen eine besondere Herausforderung dar. Alle Hammer Schulen sollen zeitnah mit iPads ausgestattet werden, damit Kinder aus allen sozialen Schichten an der Digitalisierung teilnehmen können. Gemeinsam mit Kooperationspartnern wie den Stadtwerken und anderen Unternehmen sollen die Geräte angeschafft werden. Da die Schulen schon an das Glasfasernetz angeschlossen sind, gelte es nun, die digitalen Klassenzimmer zu bauen und das Homeschooling zu fördern. Dazu soll die gemeinsame Bildungsplattform für alle Schulen weiter ausgebaut werden. Alle Schulen sollen mit Wlan-fähigen Netzwerkdruckern ausstatten werden, damit Schüler, die keinen eigenen Drucker besitzen, von ihrem iPad Dokumente ausdrucken können.

Schulformen

Mit Nachdruck will Hunsteger-Petermann sich für die Stärkung des differenzierten, vielfältigen, leistungsstarken Schulsystems mit Förderschulen, Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs einsetzen. Der Elternwille alleine soll bestimmen, welche weiterführende Schulen ihre Kinder besuchen. Hunsteger: „Deshalb sage ich: Finger weg von unseren Gymnasien und allen anderen Schulformen, die sich bis heute bewährt haben. Diese Aussage gilt ganz ausdrücklich auch für die Förderschulen, die vielen Kindern das individuelle Lernumfeld bietet, das sie dringend benötigen.“ Auch den Berufskollegs will Hunsteger mehr Aufmerksamkeit schenken.

Inklusion

Der Erhalt der Förderschulen ist für Hunsteger ein wichtiges bildungspolitisches Ziel. Die Inklusion dürfe aber nicht nur auf den schulischen Sektor reduziert werden, sondern müsse gesamtgesellschaftlich betrachtet werden. Hunsteger: „Wir wollen hier in Hamm weitere Möglichkeiten schaffen, dass jeder behinderte Bürger die gleichen Möglichkeiten hat wie ein Nichtbehinderter und somit in allen Gremien, Angeboten und Aktionen teilnehmen kann“. Hamm stehe vor der Herausforderung und sei auch dafür verantwortlich, den öffentlichen Raum für alle zugänglich bereitzustellen und dafür zu sorgen, dass alle, vom kleinen Kind bis zum Senior, am Leben in der Gesellschaft teilhaben können.

Sport fördern

Sportvereine sollen auch weiterhin nicht durch Hallennutzungsgebühren oder sonstige Gebühren belastet werden. Hunsteger-Petermann betrachtet die Sportvereine als die zentrale Säule des Sports in der Stadt. Die Sportförderung soll einen höheren Stellenwert erhalten. Hunsteger denkt an die Gründung von weiteren Sportkitas und Sportschulen. Zudem sollen alle Kinder, wenn sie die Grundschule verlassen, schwimmen können.

Hilfen für Familien

Ausgebaut werden soll die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Gesundheit. Es sollen Lotsendienste in Kinderarztpraxen und Geburtskliniken eingerichtet werden, die die Familien frühzeitig und unmittelbar beraten und notwendige Hilfen bei Entwicklungsstörungen- oder Verzögerungen einleiten. Diese Lotsendienste sollen die Willkommensbesuche flankieren. Für den OB ist klar, dass nur durch die frühzeitige Förderung Bildungsgerechtigkeit herzustellen sei. Projekte wie „Kein Kind zurücklassen“, die sozialverträglichen Gebühren in den Kindertagesstätten und im Offenen Ganztag, die Gebührenfreiheit für Geschwisterkinder und einkommensschwächere Familien hätten sich ausgezahlt – und müssten fortgeführt werden. „In unserer Stadt zahlen überhaupt nur 26 Prozent der Eltern Kinderbeiträge. Damit sind wir Spitze in Nordrhein-Westfalen“, so der amtierende OB.

Umbau der Verwaltung

Hunsteger will eine Strukturreform der Verwaltung angehen. Die Einteilung in die bestehenden Dezernate sei nicht mehr zeitgemäß. Konkrete Vorhaben wollte er noch nicht nennen, sondern mit einem Koalitionspartner abstimmen.

OB-Duell am Donnerstag

Am Donnerstagabend werden sich Hunsteger und Marc Herter zu einem OB-Duell treffen. Das können Sie dann hier auf WA.de live als Stream verfolgen.

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