Viele 60-Jährige erhalten erst Chance

Vor neuen Impfterminen ab Samstag Systemcrash befürchtet

[Update] Auch in Hamm können sich ab Ostersamstag über 60 Jahre alte Menschen um Termine für Astrazeneca-Impfungen bemühen. Wichtig: Das läuft nicht direkt über die Stadt oder das Impfzentrum, sondern nur über die Kassenärztliche Vereinigung (KV).

Hamm/Düsseldorf - Ab Samstag, 3. April, sollen Bürgerinnen und Bürger in NRW zwischen 60 und 69 Jahren die Möglichkeit erhalten, einen Termin für eine Astrazeneca-Impfung im örtlichen Impfzentrum zu vereinbaren. Schon jetzt kommen allerdings Hammer in dieser Altersklasse zum Impfzentrum - das macht aber keinen Sinn, erklärt Stadtsprecher Detlef Burrichter: Weder sei Impfstoff für sie da, noch bekämen sie dort direkt einen Termin. (News zum Coronavirus in Hamm)

Alles in allem ist Gruppe dieser Anspruchsberechtigten erheblich größer als die mögliche Menge an Impfstoff. Das birgt natürlich Probleme. Nicht nur wird es am Samstag voraussichtlich zu einer Überlastung der Anmeldesysteme kommen, sondern es gilt auch: Sobald alle verfügbaren Termine verbucht sind, wird auch das Impfangebot für diese Personengruppe zunächst wieder eingestellt.

Die Terminvergabe für die über 60-Jährigen funktioniert auch in Hamm ab Samstag nur online unter www.116117.de oder telefonisch unter 0800-116-117-02. (Vorher wird dort nichts möglich sein.)

Corona-Impfungen in Hamm: 4300 Dosen für 20.100 Kandidaten

Insgesamt stehen ab Samstag NRW-weit rund 380.000 entsprechende Impfdosen für die 60- bis 69-Jährigen zur Verfügung. Hamm soll davon 4300 erhalten; insgesamt leben in unserer Stadt 20.107 Menschen dieses Alters.

Alle 17.393 Impflinge über 70 Jahre werden in Hamm weiterhin Biontech erhalten. Die Terminvergabe für die 1550 79-Jährigen startet planmäßig am Dienstag, 6. April.

Corona-Impfungen in Hamm: Impfzentrum bestens aufgestellt

Das Rathaus erwartet für April nach jetzigem Stand insgesamt 15.500 Dosen für das Impfzentrum; das ist ein Plus von 25 Prozent gegenüber März. 11.000 dieser Einheiten seien von Biontech, der Rest von Astrazeneca. Es könnten sogar weitere Dosen dazukommen, so Stadtsprecher Burrichter.

Die Stadt sieht sich mit ihrem Impfzentrum an der Friedensschule für die neuen Herausforderungen auch aufgrund der besonders großen Kapazität des Impfzentrums gut vorbereitet, sagte Oberbürgermeister Marc Herter am Mittwoch. Alles was komme, könne auch verimpft werden.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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