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Von Hamm in die Welt: Isenbeck ist Verkaufsschlager in Afrika - Kuriose Werbespots

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Von: Cedric Sporkert

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Um sich persönlich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken und gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr anzustoßen, empfing Warsteiner Simon ZE und Laura Joelle Bassoua von der Société des Brasseries du Cameroun in der Hauptverwaltung.
Um sich persönlich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken und gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr anzustoßen, empfing Warsteiner Simon ZE und Laura Joelle Bassoua von der Société des Brasseries du Cameroun in der Hauptverwaltung. © Warsteiner Gruppe

Einst in Hamm gegründet und Jahrhunderte lang ein Wirtschaftsfaktor in der Stadt, gilt Isenbeck hierzulande mittlerweile „nur noch“ als Regionalmarke. In Afrika und Südamerika findet das Bier allerdings reißenden Absatz.

Hamm - Vor allem in Kamerun und Argentinien ist die Hammer Traditionsmarke, die seit 1989 zur Warsteiner-Gruppe gehört, beliebt, heißt es vonseiten der Brauerei. So erreiche das Premium Pils aus Hamm in Kamerun jährlich mehrere Hunderttausend Hektoliter Absatz.

Gegründet 1769 von Albert Isenbeck in Hamm, blickt die lokale Premium-Marke auf mehr als 250 Jahre Brautradition zurück. Seit 1990 wird Isenbeck allerdings nicht mehr in Hamm, sondern am Standort Paderborn gebraut. Die zentral auf der heutigen Fläche des Allee-Centers gelegene Brauerei, die dort über Jahrhunderte immer wieder erweitert und umgebaut worden war, wurde in dem Zuge abgerissen.

Isenbeck: Internationaler Durchbruch nach Abschied aus Hamm

Nach dem Abschied aus Hamm folgte nach Angaben der Brauerei der internationale Erfolg. So sei bereits 1994 die C.A.S.A Isenbeck in Argentinien gegründet worden und sei damit die erste Braustätte der Warsteiner Gruppe außerhalb Deutschlands gewesen. Neben Südamerika sei Isenbeck auch in Afrika stark vertreten.

Seit 1999 gibt es demnach in Douala, Hafenstadt und Wirtschaftsmetropole im 27-Millionen-Einwohner-Staat Kamerun, mit der Brasserie Isenbeck eine eigene Brauerei, die das Premium Pils nach Originalrezept braut. Seit 2009 sei die Warsteiner Gruppe außerdem Partner der Castel-Group, dem „Anführer der kamerunischen Brauindustrie“, zu der auch die Société des Brasseries du Cameroun (SABC) gehöre. Sie betreibe insgesamt 92 Brauereien in Afrika und produziere das Premium Pils seit Beginn der Zusammenarbeit mit deutscher Lizenz und „original westfälisch“.

Auch von Deutschland aus werde die Marke Isenbeck noch in über 15 Länder exportiert.

Werbespots: Mal kurios, mal gar sexistisch

Das Bier muss auch im Ausland natürlich vermarktet werden. Isenbeck tat das in der Vergangenheit mit teils kurios anmutenden, teils aber auch sexistischen Werbespots, die mitunter auch kritisiert wurden. Dem Absatz tat das ganz offenbar aber keinen Abbruch. Hier eine Auswahl der Clips:

Isenbeck-Spuren nach wie vor in Hamm präsent

In Hamm sind die Zeichen der Isenbeck-Brautradition weiterhin sichtbar. Am Universa-Haus hängt etwa nach wie vor ein überdimensionales Pilsglas sowie der typische Isenbeck-Reiter. Normalerweise kultig beleuchtet, bleibt das Bierglas aktuell dunkel. Kaum zu glauben, aber wahr: Es gibt sogar Menschen in Hamm, die den Reiter mit Bierglas in der Hand unter der Haut tragen.

Am Himmel über Hamm sind in den Sommermonaten auch immer mal Heißluftballone zu sehen, die einem Isenbeck-Bierglas gleichen - Schaumkrone inklusive. Die Ballone der Isenbeck-Brauerei können als nächstes die vielen Schützen in Hamm bestaunen, die die Brauerei für den 5. November zum Isenbeck-Schützentag in den Maxipark eingeladen hat.

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