Volksbank Hamm legt für das Jahr 2020 Rekordzahlen vor

Wachstum bei der Volksbank: Chef Burkhard Reher kann zufrieden sein.
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Wachstum bei der Volksbank: Chef Burkhard Reher kann zufrieden sein. (Archivfoto)

Für das vergangene Geschäftsjahr 2020 zieht die Volksbank Hamm ein positives Resümee. Das Geschäftsvolumen wuchs im Geschäftsjahr 2020 um 164,7 Millionen Euro auf über 2,3 Milliarden Euro.

Hamm – Die eingangs genannte Summe entspricht einem Wachstum von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kundeneinlagen stiegen dabei um 79,5 Millionen Euro (9,0 Prozent) auf einen historischen Bestand von 961,3 Millionen Euro. Bei den Kundenkrediten gab es ein Wachstum von 68,0 Millionen Euro beziehungsweise 7,3 Prozent. Damit wuchs das Kreditportfolio auf knapp über 1 Miiliarde Euro an.

Auch bei den Mitgliedern hatte der Niederlassungsleiter der Volksbank Hamm, Burkhard Reher, positive Zahlen zu vermelden. Denn die Volksbank Hamm gewann im Geschäftsjahr 2020 316 neue Mitglieder dazu und konnte somit den bundesweit überdurchschnittlichen Mitgliederbestand (mehr als 72 Prozent der Kunden sind gleichzeitig auch Mitglied) halten. Gleich geblieben ist das Engagement der Volksbank gemeinsam mit der Volksbank Hamm Stiftung in der Region. „In Hamm und der Region haben wir Einrichtungen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport im Jahr 2020 mit mehr als 142.000 Euro gefördert“, erläuterte Reher.

Volksbank Hamm mit Rekordzahlen: Negativzinsen als Problem

Probleme bereitet den Banken nach wie vor die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Die EZB belegt die Banken mit Negativzinsen. „Das Thema Negativzinsen haben wir 2020 von der breiten Masse unserer Privatkunden fernhalten können. Wir werden allerdings das Marktgeschehen weiter beobachten müssen“, machte Reher deutlich. In der Bilanzpressekonferenz hatte sich auch der Vorstandsvorsitzende der Dortmunder Volksbank – zu ihr gehört die Volksbank Hamm – Martin Eul zum Thema Niedrigzinsen geäußert. Im Gesamtinstitut sind die Kundeneinlagen um 468 Millionen Euro auf fast 7 Milliarden gestiegen.

Eul: „Was vor zehn Jahren noch zu einem Begeisterungssturm geführt hätte, treibt uns heute allerdings erhebliche Sorgenfalten auf die Stirn. Von unseren 7 Milliarden Euro Kundeneinlagen liegen circa 60 Prozent auf Kontokorrentkonten unserer Geschäfts- und Privatkunden. Mit diesen Einlagen ist es kaum möglich zu arbeiten, weil sie täglich abverfügt werden könnten. Ganz im Gegenteil: Hierfür zahlen wir 0,5 Prozent Negativzinsen bei der Bundesbank und das kostet uns erhebliches Geld“, berichtete der Vorstandsvorsitzende. „Deshalb müssen wir uns leider sehr ernsthaft damit befassen, auch für privates Geld Negativzinsen einzuführen. Wir wissen, dass es hierfür keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt, sehen aber keinen anderen Ausweg, diese wahre Einlagenflut zu stoppen“, so Eul weiter. In diesem Zusammenhang verwies Reher auf verschiedene Anlagestrategien und empfahl den Volksbank-Kunden, sich bei den Bankberatern zu informieren.

Volksbank Hamm mit Rekordzahlen: Auch Gesamtbank läuft gut

Nicht nur in Hamm, auch für die Gesamtbank liefen die Geschäfte gut: Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 ist die Bilanzsumme der Dortmunder Volksbank um etwa 600 Millionen Euro gewachsen. Das entspricht einer Steigerung von circa 7,3 Prozent. „Hier haben wir einen Riesensprung gemacht und gleichzeitig einen Rekord für die Dortmunder Volksbank aufgestellt. Mit inzwischen rund 8,75 Milliarden Euro belegen wir bundesweit den vierten Platz aller Volksbanken in Deutschland. Aktuell liegen nur Berlin, Frankfurt und Mittelhessen vor uns. In NRW sind wir die unbestrittene Nummer Eins – mit großem Abstand vor Paderborn“, erläuterte Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank.

Im vergangenen Jahr hat die Volksbank Hamm die Filialen Alleestraße, Westentor und Pelkum geschlossen. Die Mitarbeiter vom Westentor und der Alleestraße zogen zur Hauptstelle in die Bismarckstraße. Die Filiale Pelkum ist zur Filiale Wilhelmstraße gezogen. Mit dem Umbau der Filialstruktur sei die Volksbank Hamm gut aufgestellt, wie Reher betonte. In der Gesamtbank stünden auf Dauer weitere Veränderungen, die auf das signifikant veränderte Kundenverhalten zurückzuführen sind.

Volksbank Hamm mit Rekordzahlen: Kamen-Werne in Startlöchern

Ein wichtiger Meilenstein im Geschäftsjahr 2020 war die Verschmelzung mit der Volksbank eG, Waltrop, die erfolgreich abgeschlossen wurde. „Gleichzeitig steht die Fusion mit der Volksbank Kamen-Werne in den Startlöchern“, erläuterte Eul.

1 129 Menschen arbeiten für die gesamte Dortmunder Volksbank, das sind etwas weniger als ein Jahr zuvor (1 134) Die Bank hatte im Zuge der Verschmelzung mit der Volksbank eG, Waltrop eine fünfjährige Beschäftigungsgarantie ausgesprochen. „Das ist in der heutigen Zeit sehr ungewöhnlich, sorgt aber für Ruhe und Sicherheit in der Belegschaft“, so Eul zu den Gründen.

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