Uentroper Dorf

Volksbank in Hamm: So läuft die Suche nach Standort für Geldautomat

Das Gebäude der früheren Volksbank im Uentroper Dorf
+
Seit dem 1. August war bereits der Geldautomat im Uentroper Dorf gesperrt –mittlerweile ist der Automat ebenso wie alle Volksbank-Logos an dem Gebäude verschwunden. Der Nachmieter ist bereits in das Gebäude eingezogen.

Das Aus für den letzten Geldautomaten im Uentroper Dorf kam Anfang August für viele überraschend – für Kunden und Volksbank gleichermaßen.

Hamm - Denn eigentlich wollte das Geldinstitut mit seinem Selbstbedienungszentrum an der Raiffeisenstraße bleiben, der Mietvertrag wurde jedoch nicht verlängert. Seither sucht die Volksbank einen neuen Standort im Uentroper Dorf. Einen Durchbruch gibt es bislang aber noch nicht, wie der Hammer Volksbank-Niederlassungsleiter Burkhard Reher erklärt. Hoffnung, dass es doch noch klappt, hat er dennoch.

Rückblick: Ende Juli dieses Jahres lief der Mietvertrag für das SB-Zentrum in jener Immobilie an der Raiffeisenstraße aus, in der die Volksbank bis zu ihrer Schließung vor zwei Jahren eine eigene Filiale betrieb. Den Mietvertrag wollte die Volksbank verlängern, um ihren Kunden weiterhin einen Geldautomaten sowie ein Serviceterminal anzubieten. Doch es kam anders und der Vertrag wurde nicht verlängert. Grund dafür war eine Warnung des Landeskriminalamtes vor Geldautomatensprengern. Dabei war die Warnung nicht aus einem aktuellen oder Uentrop-bezogenen Anlass heraus ausgesprochen worden, sondern viel mehr war sie genereller Natur.

Volksbank in Hamm: Möglichkeiten sind begrenzt

„Wir haben bereits sieben Gespräche geführt“, fasst Niederlassungsleiter Burkhard Reher den aktuellen Stand der Standortsuche zusammen und hofft nach wie vor darauf, dass sich doch noch eine Möglichkeit zur Unterbringung des Automatens finden lässt. Unterstützung bekommt er dabei von der Lokalpolitik, die das Thema ebenfalls im Blick hat.

Allzu viele Möglichkeiten gibt es im Uentroper Dorf aber nicht – schon alleine strukturell bedingt. Denn: Wohngebäude kommen für die Unterbringung eines Geldautomatens nicht in Frage, es muss sich also um eine gewerblich oder industriell genutzte Immobilie handeln. Davon gibt es im Uentroper Dorf bekanntlich nicht besonders viele. „Es bietet sich bisher keine Immobilie an“, sagt Burkhard Reher und verrät, dass für den Geldautomaten allerdings auch keine allzu große Fläche benötigt werde. Denn: „Fünf Quadratmeter reichen.“

Volksbank in Hamm: Bargeldlieferungen nach Hause

Deutlich sagt er aber, dass das Thema nicht abgehakt ist. „Wenn sich etwas ergibt, sind wir gerne zu Gesprächen bereit“, hofft Reher darauf, dass sich in nächster Zeit doch noch ein Interessent mit einer passenden Immobilie meldet. Eine mögliche, aber derzeit nicht absehbare Option und somit Zukunftsdenken sei die Unterbringung des Geldautomatens in einem Supermarkt, sollte sich irgendwann mal ein neues Baugebiet in Uentrop auftun und sich in diesem Zuge auch ein Lebensmittelhändler im Dorf ansiedeln.

Aber wie gehen die Kunden mit der Situation um? Klar ist, dass nicht alle Nutzer des Geldautomatens über dessen Aus erfreut waren. „Wir haben aber individuelle Lösungen gefunden“, erklärt Burkhard Reher. Einige Kunden seien deshalb auf das Online-Banking umgestiegen, anderen werde beispielsweise mit Geldlieferungen nach Hause geholfen – letzteres bezieht sich dabei vorwiegend auf ältere Menschen und jene, die nicht mehr so mobil sind. Ansonsten würden aber auch die Volksbank-Filialen am Alten Uentroper Weg 56 sowie die beiden SB-Zentren im Maxicenter gut angenommen werden, betont der Niederlassungsleiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare