Vivawest verkauft an LEG: Was heißt das für die Mieter?

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Hamm - Die LEG Immobilien AG hat 183 Hammer Wohnungen vom Konkurrenten Vivawest GmbH übernommen. Das bestätigten beide Unternehmen auf WA-Anfrage.

Die Düsseldorfer LEG und die Essener Vivawest hatten im August den Verkauf von 3750 Vivawest-Wohnungen an die LEG angekündigt. Das Geschäft wurde vom Bundeskartellamt genehmigt und am 1. Oktober vollzogen. Zu dem Paket gehören auch 183 Wohnungen in Hamm.

Für Vivawest handelte es sich dabei nach Unternehmensangaben um Streubesitz, für die LEG um Lagen in der Nachbarschaft von LEG-Immobilien. Man verspreche sich Synergieeffekte, sagte eine LEG-Sprecherin. Konkrete Straßenzüge wolle man derzeit aber nicht nennen.

Mietverträge laufen normal weiter

Die Mieter seien am 2. Oktober schriftlich über den Eigentümerwechsel informiert worden, sagte die LEG-Sprecherin weiter. Alle Mietverträge behielten ihre Gültigkeit zu den vertraglich festgelegten Konditionen. Es gelte der Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete“.

LEG baut Stellung aus

Die LEG hat mit den 183 zusätzlichen Einheiten ihre Stellung als größter Vermieter in Hamm ausgebaut. Der Düsseldorfer Konzern verwaltet nun 4347 Wohnungen. Vivawest und die Hammer gemeinnützige Baugesellschaft (HGB) haben jeweils rund 3300 Einheiten im Bestand.

Deutlich geringer ist der deutsche Branchenführer Vonovia in Hamm vertreten, der Bochumer Unternehmen hat hier etwa 450 Wohnungen. Ähnlich dürfte die Größenordnung bei der Berliner Grand Cities Property aussehen, die ihren Bestand nicht zuletzt bei Zwangsversteigerungen erwarb.

Zum Hintergrund:

Die LEG Immobilien AG entstand 2008 durch die Privatisierung der Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen und ist seit 2013 börsennotiert. Sie hält große Teile des Immobilienbesitzes der früheren Neuen Heimat und ist in Hamm in mehreren Bezirken vertreten. Die Vivawest entstand aus der Immobiliensparte der Ruhrkohle AG und der Treuhandstätte für Bergmannswohnstätten. Größter Anteilseigner ist die RAG-Stiftung.

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