Vier neue Glocken für St. Agnes geweiht

Weihbischof Manfred Grothe weiht die Glocken von St. Agnes. ▪

HAMM ▪ Auch für Weihbischof Manfred Grothe war die Weihe der vier neuen Glocken in St. Agnes am Sonntagmorgen etwas ganz Besonderes. Für ihn sei es erst das zweite Mal und ungewöhnlich schön gewesen, weil die Glocken im Kirchenschiff aufgestellt worden waren. So habe man sie erleben können.

Die Gelegenheit dieses imposanten Klangerlebnisses ergriffen zahlreiche Gläubige nach dem fast zweistündigen, feierlichen Gottesdienst und schlugen sie selbst einmal an. Auch Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann befand sich unter den Neugierigen.

Mehr Bilder gibt es hier

Glockenweihe in Sankt Agnes Hamm

Die Glockenweihe erfolgte während des Hochamtes in mehreren Teilen, die jeweils durch Pfarrer Bernd Mönkebüscher und Dechant Dr. Gerhard Best erläutert wurden. Zunächst besprengte Weihbischof Grothe die Glocken mit geweihtem Wasser als Bitte an Gott, sie zu reinigen. Siebenmal salbte er sie dann mit dem heiligem Krankenöl, damit sie für ihren Dienst heiligende Kraft von Gott empfangen mögen. Diese Salbung soll auch an die sieben Gaben des Heiligen Geistes und die sieben Sakramente erinnern. Es folgten das Weihegebet und die Salbung mit Chrisam. Dieses heilige Öl findet auch noch bei der Taufe, der Firmung, der Priesterweihe, der Altarweihe und der Kirchweihe Verwendung. Die vier aufgebrachten Weihekreuze sollen an die vier Evangelisten und die vier Himmelsrichtungen erinnern, aus denen der Klang der Glocken die Gläubigen herbeiruft. Schließlich wurden vier Schalen mit Weihrauch unter die Glocken gestellt, als Ausdruck festlicher Freude. Wie Weihrauch sollen auf den Ruf der Glocken die Gebete zu Gott aufsteigen.

In seiner Predigt erinnerte Bischof Grothe unter anderem daran, dass die Glocken den Rhythmus des Tages bilden, wenn sie am Morgen, am Mittag und am Abend läuten. Ebenso bildeten sie aber auch den Rhythmus des Lebens, denn sie erklängen zu dessen Beginn und Ende. Damit sprächen sie von der Endlichkeit unseres Lebens und gleichzeitig von der Unendlichkeit Gottes.

Die Glocken kosteten rund 22 000 Euro und sind Spenden der vier Tochtergemeinden St. Georg, St. Josef, Herz-Jesu und Liebfrauen. Bis sie erstmals zu Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent erklingen können, ist noch die Sanierung des Dachreiters erforderlich, der sie aufnimmt. Hierzu müssen weitere 118 000 Euro aufgewendet werden, die zu 70 Prozent das Bistum trägt. Auch die verbleibenden 30 Prozent würden aus Spenden aufgebracht, so Mönkebüscher. ▪ jim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare