Ausblick auf 2021

Ein Bezirk entwickelt sich weiter: Viele Projekte in Pelkum geplant

Wall zwischen dem Netto-Markt Kamener Straße und dem CreativRevier Heinrich Robert
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Der Wall muss weg: Ab dem Frühjahr soll es von der Kamener Straße aus freie Sicht aufs CreativRevier Heinrich Robert geben.

Auch wenn die Pandemie das eine oder andere Vorhaben in diesem Jahr ausbremsen dürfte: In den kommenden Monaten soll sich im Stadtbezirk Pelkum einiges tun. Und viele hoffen, dass es vielleicht schon ab dem Frühjahr auch wieder die ersten kleinen Veranstaltungen gibt

Pelkum – Es sind Investitionen in die Zukunft: Der Stadtbezirk Pelkum soll in den kommenden Monaten wieder ein Stück lebens- und liebenswerter werden. Der WA gibt eine kurze Übersicht über das, was bis Ende des Jahres geplant ist. Allerdings bleibt noch abzuwarten, was der Haushalt 2021 zusätzlich für Pelkum bringt. Er soll in der kommenden Woche eingebracht werden.

Schulen: Hier gibt es aktuell eine Baustelle – und zwar am Märkischen Gymnasium, wo sich die Sanierung der Sporthalle langsam dem Ende nähert. Zudem ist die Eröffnung der Schulbücherei geplant, die eigentlich schon im Frühjahr 2020 an den Start gehen sollte. Doch dann kam Corona. Ebenfalls eine „Altlast“ ist die Sanierung der Sporthalle der Selmigerheideschule, die aufs Frühjahr 2021 verschoben wurde.

Kindergärten: Anfang 2021 soll die provisorische Awo-Kita auf der Freifläche zwischen der Straße Röttgersbank und der Sportanlage des TuS Wiescherhöfen an den Start gehen. Eng dürfte es hingegen für die neue Caritas-Kita an der Kamener Straße 8 werden, die eigentlich zum Start des Kindergartenjahres 2021/22 im August eröffnet werden sollte. Der Altbau steht aber noch. Immerhin haben die Vorbereitungen zum Abriss begonnen. Konkretisiert werden sollen die Planungen einer Sport-Kita des TuS Lohauserholz-Daberg auf dem Gelände des alten Tennisheims. Mit der Evangelischen Kirchengemeinde Pelkum-Wiescherhöfen gibt es auch einen potenziellen Träger.

Baugebiete: Im Baugebiet Michaelstraße schießen immer mehr Häuser in die Höhe. Sobald 80 Prozent der Grundstücke bebaut sind, kann der Endausbau starten. Planungsrechtlich weiter nach vorne gebracht werden sollen die Bebauungspläne Kupferstraße, Südlich Holtkamp und Wielandstraße, wo mittlerweile das Umlegungsverfahren abgeschlossen ist. Insbesondere der Investor des „Wieland-Carrées“ hofft, dass er 2021 loslegen kann. Allerdings: Voraussetzung ist der Satzungsbeschluss. Und der liegt noch nicht vor. Fertiggestellt werden dürften in diesem Jahr die Baugebiete Auf der Geist und Manfred-Billinger-Straße.

Stadtentwicklung: Ein wichtiger Baustein ist hier das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Pelkum-Wiescherhöfen, für das es in den letzten drei Jahren keine Fördergelder vom Land gegeben hat. Ende 2020 hat die Stadt einen erneuten Förderantrag gestellt und hofft, dieses Mal dabei zu sein. Ansonsten müsste die Stadt Maßnahmen beispielsweise im Selbachpark, auf dem Wiescherhöfener Marktplatz, dem Pelkumer Platz sowie im Stadtteilpark Schulze-Pelkum aus eigener Tasche bezahlen.

Infrastruktur: Topthemen hier sind die Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge in der Selmigerheide und in Weetfeld sowie die B 63n, an denen weiterhin geplant wird. Mit weitreichenden Entscheidungen ist allerdings nicht zu rechnen. Tun soll sich hingegen etwas an den Bahngleisen. Entlang der Strecke Dortmund-Unna sind rund 1,8 Kilometer Lärmschutz vorgesehen. Die Bahn will die Maßnahme hier und in Westtünnen Mitte 2021 beginnen. Sie sollen sich bis ins nächste Jahr hinziehen. Noch nicht ganz abgeschlossen ist die Lärmsanierung entlang der Strecke Hamm – Dortmund. Hier muss in Höhe der Weetfelder Straße noch ein Sonderbauwerk errichtet werden. Die Menschen im Ortsteil Weetfeld/Selmigerheide hoffen indes, dass die Verkehrsprobleme gelöst werden. Saniert werden sollen im Laufe des Jahres die Fangstraße von der Kamener Straße bis zur Goerallee sowie Teile der Alten Landwehrstraße im Ortskern.

Einzelhandel/Gewerbe: Größere Schließungen stehen erst einmal nicht an. Gesucht wird aber nach einer Nachnutzung unter anderem für den ehemaligen Grote-Markt an der Rathenaustraße/Ecke Schieferstraße. Überhaupt soll die Situation der beiden Gewerbegebiete im Stadtbezirk – Schieferstraße und Carl-Zeiss-Straße – kritisch beäugt werden. Der Paketdienstleister DPD hat angekündigt, am Standort im Inlogparc neue Lkw-Stellplätze anzulegen.

CreativRevier: Auf dem alten Kokerei-Gelände haben Ende 2020 die vorbereitenden Arbeiten zur Errichtung eines Landschaftsbauwerks begonnen. Im Frühjahr soll der Wall zwischen dem Netto-Markt und der Kokereistraße abgetragen werden, um das Gelände zu öffnen. Dort soll unter anderem die Maschinenhalle saniert werden. In Lerche ist der Rückbau von Schacht Lerche geplant, für den die RAG Montan Immobilien auf „Grünes Licht“ der Stadt wartet.

Veranstaltungen: Ob Schützenfeste, kulturelle Veranstaltungen, Martins- oder Weihnachtsmärkte: Angesichts der Corona-Pandemie können noch keine Aussagen getroffen werden, ob überhaupt und wenn ja in welcher Form diese Veranstaltungen in diesem Jahr stattfinden. Noch keine Gedanken hat beispielsweise der Förderverein Selbachpark an ein Selbchparkfest verschwendet, wie Vorsitzender Udo Schulte sagte.

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