Der Hype hält an

Viele Pokémon-Spieler aus Hamm bei „virtuellem Go-Fest“ dabei

+
Anders als wie hier beim Pokémon-Go-Fest im Dortmunder Westfalenpark im vergangenem Sommer mit 85.000 Teilnehmern haben sich viele Spieler beim virtuellen „Go-Fest“ am vergangenen Wochenende vom Küchentisch aus auf die Jagd nach Pikachu und Co. begeben. Andere waren auch im Hammer Kurpark oder Maxipark unterwegs.

Für die meisten Hammer waren der vergangene Samstag und Sonntag ein ganz normales Wochenende, vielleicht ein wenig zu schwül, aber nicht außergewöhnlich. Für Pokémon-Spieler war es aber das Highlight des Jahres. Denn der Computerspieleentwickler Niantic veranstaltete zum ersten Mal ein „virtuelles Go-Fest“, und das zeitgleich in allen Teilen der Welt.

Hamm – Ursprünglich hatten viele Spieler auf eine Wiederholung des überaus erfolgreichen Pokémon-Go-Festes im Dortmunder Westfalenpark im vergangenem Sommer, an dem 85.000 Spielebegeisterte nicht nur aus Deutschland teilnahmen, gehofft.

Wegen Corona konnte die Massenveranstaltung nicht stattfinden, stattdessen setzte Niantic auf die rein virtuelle Alternative. Auch im gesamten Stadtgebiet von Drensteinfurts Nachbarstadt Hamm waren Spieler unterwegs, doch nicht in großen Gruppen, sondern vielfach allein oder zu zweit.

Wer glaubt, Pokémon sei nach dem großen Hype im August 2016 in der Versenkung verschwunden, der irrt. Noch immer findet sich eine große Zahl derer, die sich täglich auf die virtuelle Jagd nach Pikachu, Mewtu und Co begeben. Von den holprigen Anfängen ist dem Spiel nichts mehr anzumerken, immer wieder lockt Niantic seine Spieler mit besonderen Events, Erweiterungen und regelmäßig neuen Pokémon. Eines der Events, das jährlich stattfindende Go-Fest, soll Pokémon-Jünger aus ganz Deutschland und anderen Ländern zum Spielen, Reden und Tauschen der virtuellen Figuren zusammenbringen.

Doch genau das verbieten im Moment die Corona-Regeln. Niantic hatte früh und schnell reagiert und seinen Anhängern das Spielen alleine und von zuhause ermöglicht. Statt in großen Gruppen im Kurpark, dem Maxipark oder an anderen diversen Pokémon-Hotspots traf man sich seit Corona nur noch vereinzelt und vor allen Dingen im Internet.

Immer neue Spekulationen schon lange vorher

Schon Wochen vor dem „virtuellen Go-Fest“ überschlugen sich die diversen Seiten im Netz mit immer neuen Spekulationen. 17 Euro musste derjenige bezahlen, der an dem 20-stündigen Event teilnehmen wollte.

Am Samstag war es dann soweit. Pünktlich um 10 Uhr zogen die Spieler los, doch in Hamm fielen die Pokémon-Jäger kaum auf. Nur vereinzelt gab es einige kleine Gruppen, viele waren allein oder zu zweit unterwegs. Einziges Erkennungszeichen: Den Blick aufs Handy gerichtet, das fast immer mit einem Kabel mit dem Akku-Pack verbunden war, denn das Spiel ist ein „Batteriefresser“.

Einige größere Gruppen statt der Zweierteams verteilten sich im Kurpark oder Maxipark. Aber kein Vergleich mit Dortmund 2019, denn viele Spieler blieben lieber zuhause und spielten am Küchentisch.

Tolle Atmosphäre im Westfalenpark vermisst

So verwundert es nicht, dass die überwiegende Mehrheit der Spieler die tolle Atmosphäre im Westfalenpark vermisste. „Dortmund war wesentlich besser“, schrieb ein Hammer Teilnehmer. „Das Ticket hat sich nicht gelohnt“ ein anderer. Insgesamt waren die Drensteinfurter und Hammer mit der Ausbeute der „Shinys“, den äußerst seltenen und hoch begehrten farblichen Varianten einzelner Pokémons, durchaus zufrieden.

Andere wie ein Spieler aus Drensteinfurt, der am Sonntag alleine 20 Kilometer durch Münsters Innenstadt gelaufen war, schrieb am Sonntagabend in die Gruppe: „Jetzt will ich einfach nur sitzen und gar nichts tun.“

Lange ausruhen kann er sich nicht, denn nach dem Event ist vor dem Event. Schon am kommenden Freitag beginnt die erste von drei Hyperbonus-Wochen und die Jagd nach den besonderen Pokémon kann weitergehen.

Pokémon-Gruppen in Hamm:

Alleine die Hammer Pokémon-Gruppe beim Messenger-Dienst Telegram zählt aktuell 625 Mitglieder. Hinzu kommen etliche Whats-App-Gruppen der unterschiedlichen Stadtteile oder auch Facebook-Gruppen. Dort werden Termine abgesprochen, Verabredungen getroffen, Neuigkeiten verbreitet und immer wieder Fragen beantwortet. Und natürlich darf man hier mit seinen neuesten und besten Fängen ein bisschen angeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare