Aktuelle Zahlen aus dem Hammer Osten

Viele freie Zimmer in der ZUE - "Sicherer Hafen“ greift noch nicht

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Die ZUE ist derzeit gut zur Hälfte besetzt.

Hamm – In der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) am Alten Uentroper Weg sind noch reichlich Zimmer frei.

Wie die Landesregierung mitteilt, waren im Hammer Osten in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2019 durchschnittlich 417 Plätze besetzt. 700 Menschen könnten theoretisch in der ZUE unterkommen. Eine geringe Belegungsquote ist in nahezu allen Aufnahmeeinrichtungen des Landes festzustellen. Einige Standorte werden wegen des stark zurückgegangenen Flüchtlingsstroms in den nächsten Monaten gar aufgegeben.

86 der in Hamm untergebrachten Flüchtlinge haben in diesem Jahr (Stand 1. September) das Asylverfahren erfolgreich abgeschlossen und sind nun anerkannt. Das teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung auf WA-Anfrage mit. 450 weitere Menschen warteten derweil noch auf einen Abschluss ihres Verfahrens.

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31 Personen abgeschoben

133 anerkannte beziehungsweise geduldete Asylbewerber wurden der Stadt zudem seit Jahresbeginn zugewiesen. Das entspricht in Bezug auf den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vorgegebenen Schlüssel einer Quote von 99,1 Prozent.

Von den in Hamm lebenden Menschen, deren Asylantrag negativ beschieden wurde, seien im Lauf des Jahres 73 freiwillig in ihr Herkunftsland ausgereist, teilte der Stadtsprecher weiter mit. 31 Menschen seien in diesem Jahr zudem abgeschoben worden – meist stammten diese aus nordafrikanischen Staaten.

Ein Drittel aus Irak und Syrien

Nachdem der Rat im Juli nahezu einstimmig beschlossen hatte, dass Flüchtlinge, die im Mittelmeer gerettet wurden, über den Verteilschlüssel hinaus in Hamm Aufnahme finden sollen, ist diese Variante bislang offenbar nur ein theoretisches Modell geblieben. Rund 90 Kommunen beteiligen sich bundesweit an dem Projekt „Sicherer Hafen“, aber auch Mittelmeerflüchtlinge werden zunächst den Zentralen Unterbringungseinrichtungen zugeordnet.

„Wir werden nicht zwangsläufig erfahren, ob ein uns zugewiesener Flüchtling über das Mittelmeer oder den Landweg zu uns gekommen ist“, heißt es von der Stadtverwaltung. Die Fluchtgeschichte des Einzelnen spiele zunächst einmal keine Rolle. Erst wenn über das Kontingent hinaus Flüchtlinge nach Hamm kämen, würde erkennbar, dass das Programm „Sicherer Hafen“ greife.

Fast ein Drittel der zwischen Januar und Juni in NRW angekommenen Flüchtlinge stammt aus Syrien und dem Irak.

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