In Niedersachsen

(Zu viel) Schwein gehabt: Hammer steuert massiv überladenen Tiertransporter, Polizei stoppt ihn

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Die Polizei stoppte den Tiertransport (Symbolbild).

Das Sprichwort "Viel Schwein gehabt" passt in diesem Zusammenhang nur in negativer Hinsicht: Ein 36-Jähriger aus Hamm wurde von der Polizei erwischt, wie er einen massiv überladenen Tiertransporter durch Niedersachsen steuerte.

  • Ein Hammer Lkw-Fahrer ist mit deutlich zu vielen Schweinen auf der Ladefläche erwischt worden.
  • Die Polizei stoppte den Transport in Loxstedt (Niedersachsen).
  • Der Fahrer und der Halter des Lasters müssen mit erheblichen Bußgeldern rechnen.

Loxstedt/Hamm - Wie die Polizeiinspektion Cuxhaven berichtet, wurde der Mann, der schon am Freitag auf dem Weg zum Schlachthof in Düring war, auf der Autobahn 27 bei Loxstedt im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen) von Beamten Polizeikommissariats Geestland erwischt.

Statt der erlaubten 112 Tiere befanden sich 171 Schlachtschweine in dem Transporter, wie die Beamten am Dienstag mitteilten. Eine Überprüfung auf einer Fahrzeugwaage ergab, dass der Transport um knapp 4 Tonnen überladen war.

Tiere zusammengepfercht

Für den Transport von lebenden Tieren gelten strenge Hygiene- und Transportauflagen. Beispielsweise muss jedem Tier eine entsprechende Standfläche im Transportfahrzeug zur Verfügung stehen. Alle Schweine müssen während des Transports mindestens liegen und in ihrer natürlichen Haltung stehen können.

In diesem Lkw wurden die Schweine zum Schlachthof gebracht.

Das war bei einer Überbelegung von 59 Tieren sicher nicht der Fall. Die Schweine müssen dicht gedrängt eingepfercht gewesen sein.

Die Kontrolle am Freitag habe damit einen schweren Verstoß gegen das Tiertransportrecht ergeben, teilte die Polizei weiter mit. Fahrzeugführer und -halter müssten nun mit hohen Bußgeldern rechnen.

Offene Fragen bleiben

Unbeantwortet ließen die Polizisten, wie es nach der Kontrolle weiterging, der Transporter also seinen wenige Kilometer entfernten Zielort noch ansteuern durfte oder die Tiere erst aufwendig umgeladen wurden.

Auch ist nicht bekannt, wo der Schweinetransport - ob in Hamm oder anderswo - startete. Ebenso unklar ist, aus welchem Grund der Tiertransport den Beamten aufgefallen ist und sie ihn kontrolliert haben.

Tierwohl immer wieder missachtet

Solche Vorfälle wie der in Loxstedt sind leider nicht selten. Immer wieder werden Tiertransporte angehalten, die überladen sind. Im Januar wurde auf der A2 bei Kamen/Bergkamen ebenfalls ein Schweinetransporter aus dem Verkehr gezogen, der für die Beamten der Autobahnpolizei schon auf den ersten Blick deutlich überladen wirkte. Und tatsächlich: Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass der Lkw fast fünf Tonnen zu viel auf die Waage brachte.

Tragisch enden oft Unfälle, in die Tiertransporte verwickelt sind. Mitte Mai kippte in Nordwalde ein mit 150 Schweinen beladener Laster in einem Kreisverkehr um. 19 Tiere starben, der 5-jährige Fahrer wurde schwer verletzt.

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