Tankstelle Alleestraße

Streit nach Zigaretten-Kauf: Messerstich wohl in Notwehr - neue Details

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Auf der Alleestraße in Hamm kam es um kurz nach Mitternacht am Freitag zu einem blutigen Streit.

[Update] Bei einem Streit zwischen zwei Männern aus Hamm kurz nach Mitternacht auf der Alleestraße ist einer der Beteiligten mit einem Messer schwer verletzt worden.

Inzwischen ist klar, was der Ausgangspunkt des verhängnisvollen Streits gegen 0.10 Uhr war. Der eine Mann hatte wohl Zigaretten kaufen wollen und war seinem Widersacher begegnet. Beide gerieten in Streit, der sodann "um die Ecke" an der Tankstelle ausgetragen wurde.

Nach Angaben des mutmaßlichen Messerstechers soll er von dem Gegenüber tätlich angegangen worden sein. Der Mann habe ihm an den Haaren gerissen und ihn in den Schwitzkasten genommen. Weil er sich nicht anders habe helfen können, habe er ein Taschenmesser gezückt und zugestochen.

Messerstecher aus Gewahrsam entlassen

Der Geschädigte wurde von einem Hieb im Bauchbereich getroffen und musste in der Nacht notoperiert werden. Er verweigert gegenüber der Polizei bislang jegliche Angaben. Die Ermittler der Mordkommission und die Staatsanwaltschaft gehen derzeit von einer Notwehrlage aus. Der mutmaßliche Messerstecher wurde im Lauf des Freitags wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

Beide Männer haben die türkische Staatsbürgerschaft und wurden in Hamm geboren. Der Geschädigte ist 33, der Mann mit dem Messer 34 Jahre alt.

Unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Hamm - Wie Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel am Freitagmorgen auf WA-Anfrage bestätigte, kam es gegen 0.10 Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag auf der Alleestraße in der Nähe der dortigen Aral-Tankstelle zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern.

Dabei wurde ein Mann mit einem Messer schwer verletzt. Auf WA-Nachfrage sprach die Polizei Hamm von einem versuchten Tötungsdelikt. Die Mordkommission ermittele. 

Opfer will nicht aussagen

Beide Männern haben nach Angaben von Schulte-Göbel türkische Wurzeln. Zum Grund der Auseinandersetzung, dem genauen Hergang und dem Alter der beiden Beteiligten ist noch nichts bekannt.

Aktuell würden die Ermittlungen dadurch erschwert, dass der schwer Verletzte nicht mit Polizei und Staatsanwaltschaft kooperiere. Sein Gegenüber werde anwaltlich vertreten.

Derzeit wird nach ersten Befragungen im Zuge des Messerstichs auch Notwehr in Betracht gezogen. Deswegen könnte es sein, so Schulte-Göbel, dass vom Tatbestand der versuchten Tötung abgerückt wird und dann "nur noch" wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird.  

Messer-Überfall auf Tankstelle

Am Donnerstagabend wurde die Jet-Tankstelle an der Heessener Straße überfallen. Der Räuber bedrohte eine Angestellte mit einem Messer. Erst vor gut zwei Wochen kam es in der Innenstadt zu einer Schlägerei, bei der ein Mann gestorben ist. Rund um das blutige Geschehen in der drehen sich aber immer noch etliche Fragezeichen. Auch in diesem Fall spielt das Notwehrrecht eine Rolle.

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