Corona-Auflagen: Die meisten Hammer haben sich über Ostern benommen

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[Update] Im Gegensatz zu den Erfahrungen in manch anderer deutscher Stadt fügten sich die Menschen in Hamm über Ostern offenbar in die Corona-Vorgaben. Zumindest lassen Aussagen der Verantwortlichen diese Schlussfolgerung zu.

Hamm - Schon vor dem Ende der verführerisch sonnigen Ostertage hatte ein Sprecher der Hammer Stadtverwaltung das Osterwochenende "ruhig" genannt. Diese Bewertung bestätigte sich am Dienstag. Die allermeisten Hammer hätten sich an die vorgeschriebenen Kontaktbeschränkungen gehalten und waren entweder zu zweit oder im engen Familienverbund unterwegs, bilanzierte ein Stadtsprecher entsprechende Beobachtungen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes (KOD) verhängten seit Karfreitagmorgen in genau 64 Fällen Bußgelder über jeweils 200 Euro: am 10. April waren es demnach 29, am 11. April 16, am 12. April 7 und am 13. April 12. Auch Polizeisprecher Hendrik Heine bestätigte die insgesamt positive Bewertung grundsätzlich und stellte den Hammern insgesamt ein gutes Zeugnis aus:

Insgesamt 78 Einsätze seien bei der Polizei über die vier Oster-/Feiertage verzeichnet werden, so Heine; 56 von diesen seien unmittelbar an den KOD übergeben worden. Der KOD ist im Auftrag der Stadt ursächlich für die Kontrollen und Ahnung zuständig; die Polizei leistet in schwierigen Fällen Amts- und Vollzugshilfe. Aus den verbliebenen 22 Polizeieinsätzen - zumeist wegen möglicher unerlaubter Gruppenbildung - heraus wurden 3 Verstöße geahndet und jeweils mit 200 Euro bestraft. Besonders auffällige Vorkommnisse seien nicht darunter gewesen.

Alles in allem haben wurden in ganz Deutschland ähnliche Erfahrungen gemacht wie in Hamm. Allerdings gab es auch ein paar "unerfreuliche Ausreißer".

Am Mittwoch neuer Corona-Fahrplan erwartet

Während in Italien und anderswo die Lage weitaus dramatischer ist, pendelten sich die Zahlen in Hamm und ganz Deutschland auch dank der strikten Vorgaben auf einem Niveau ein, das den Ruf nach Lockerungen immer lauter werden lässt. Am Mittwoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder den weiteren Fahrplan abstimmen. Ob und inwieweit die strengen Vorgaben aufgeweicht werden, ist trotz der hitzig geführten Diskussion nicht absehbar.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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