Fälle in der ganzen Stadt

Verschwundene Briefe: Dutzende weitere Hammer vermissen Post

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Ist der Brief da oder ist er es nicht? Viele Hammer erhielten ihre Post nicht.

Hamm - Die Bürger in Selmigerheide sind mit ihrem Problem nicht allein: Nach unserer Berichterstattung meldeten sich Dutzende Menschen aus der ganzen Stadt, weil Post bei ihnen nicht angekommen war. Im Marienhospital gibt es deshalb sogar schon einen Stempel.

Ein Anwohner aus Selmigerheide hatte Briefe nicht erhalten, die ein - offenbar privater - Postdienstleister zustellen sollte. Ihm fehlten Rentenbescheide.

Fälle gibt es in der ganzen Stadt:

  • Einem Leser vom Nansenweg sind Mahnungen ins Haus geflattert, obwohl er „keine Rechnungen erhalten hat“. Die Buchhaltung des St.-Marien-Hospitals dürfte diesbezüglich schon mehrere Beschwerden erhalten haben, da diese einen Stempel mit dem Hinweis „Das Original ist auf dem Postweg verloren gegangen“ hat anfertigen lassen und auf die Rechnungskopien stempelt. Gestern bekam er einen Brief vom Finanzamt, in dem er zu einer Nachzahlung von Steuern aufgefordert wurde, weil er der Aufforderung zur Einreichung besonderer Unterlagen nicht nachgekommen sei und daher eine Berücksichtigung nicht hätte erfolgen können: „Statt Steuern erstattet zu bekommen, muss ich nunmehr Steuern nachzahlen“, so der Leser. Er versicherte, nie eine Aufforderung vom Finanzamt erhalten zu haben.
  • Einem Anwohner des Habichtwegs fehlte ein Rentenbescheid. Das fiel ihm erst auf, als er unseren Bericht las. Eine Nachfrage bei der Deutschen Rentenversicherung ergab, dass diese den Bescheid im März verschickt habe - er kam nur nie an. Auch ein Schreiben des hiesigen Amtsgerichts sei nicht zugestellt worden.
  • Betroffene gibt es auch an der Doenchstraße. Dort fehlte unter anderem ein Bescheid zur Mütterrente, sagte ein Anwohner. „Weiterhin sind Belege, die mir das Finanzamt bereits im März, nach Auskunft des Finanzamtes, zurückgesandt hat, nicht angekommen.“
  • Hinweise auf nicht zugestellte Post kamen auch aus anderen Teilen Hamms, aus Hamm-Mitte, Heessen, Bockum-Hövel, Braam-Ostwennemar, Hamm-Norden, Herringen, Pelkum, Berge und aus Uentrop. Unter anderem handelte es sich um Post vom Jobcenter, der IHK, von Banken und vom Finanzamt.
  • Einer Leserin aus Bockum-Hövel war ein Schreiben das Amtes für Schwerbehindertenangelegenheiten, das im Amtshaus Pelkum sitzt, nicht zugestellt worden. Zum Glück habe sie, wie sie sagte, nachgehakt. Andernfalls wäre in zwei Wochen eine wichtige Frist verstrichen. Sie habe das Scheiben jetzt persönlich abgeholt.
  • Eine Leserin aus Berge – sie war acht Kilometer pro Stunde zu schnell – war von der Stadt Hamm geblitzt worden. Die Aufforderung, zu zahlen, habe sie nie erhalten, sondern erst den Mahnbescheid mit einer deutlich höheren Summe.
  • Eine Anwohnerin der Arnsteinstraße in Hamm-Norden macht es mittlerweile so, dass sie – vor allem bei Banken, Behörden und ähnlichem – um einen Anruf oder eine Mail bitte, wenn es wichtig ist. Auf die Post verlasse sie sich bei wichtigen Dingen niemals.

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