Einrichtungen planen kleine Aktionen

Verschärfte Regeln an Muttertag: Das gilt in Hammer Seniorenheimen

Altenheim
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Die Stadt Hamm hat die Besuchsregeln für Muttertag verschärft. (Symbolbild)

Muttertag steht vor der Tür. Es ist der zweite in der Corona-Pandemie, und es trifft besonders die Menschen in den Seniorenheimen hart.

Hamm – So hat die Stadt Hamm angesichts der hohen Corona-Inzidenz in einer Rundmail den Einrichtungen mitgeteilt, dass nur noch Besuche von einer Person zeitgleich möglich sind. Damit folgt sie den Anweisungen des Landes NRW infolge der Bundes-Notbremse. Die Hammer Alten- und Pflegezentren in Hamm wollen Müttern den Ehrentag aber trotz aller Einschränkungen so gut wie möglich versüßen. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner179.111 (2019)

Die Nachricht ploppte am Montag in den elektronischen Briefkästen der Seniorenheime auf. Waren bis dato Besuche von bis zu fünf Personen (ausgenommen Kinder unter 14 Jahren) möglich, ist jetzt nur eine gleichzeitig zugelassen. „Das ist schade für die Bewohner“, sagt Brigit Preuß, Einrichtungsleiterin des Wolfgang-Glaubitz-Seniorenzentrum der Awo am Westberger Weg.

Dem schließt sich Carina Wiebrecht, Leiterin des Sozialen Diensts im DRK-Senioren-Stift Mark an: „Aber der Infektionsschutz geht vor.“ So sieht es auch Theresa Hönnicke, die in gleicher Position im Seniorenzentrum St. Bonifatius arbeitet, das die Caritas im Hammer Westen betreibt: „Wir werden uns natürlich an die Regelungen halten, denn wir haben miterlebt, was es heißt, wenn Bewohner in Quarantäne sind.“

Neue Besuchsregelung: Wunsch nach Lockerungen

Die Angehörigen sollten schnell informiert werden, damit diese sich intern absprechen können, um zum Beispiel ihre Eltern nacheinander zu besuchen. Zu sich nach Hause holen können die Familien die Senioren allerdings weiterhin. Und Spaziergänge draußen sind natürlich auch möglich.

Vielleicht ändert sich die Sachlage bis zum Wochenende erneut, schließlich sollen bundesweit Lockerungen für Geimpfte auf den Weg gebracht werden. Auf die allermeisten Bewohner dürfte das zutreffen.

Erleichterungen bei der Besuchsregelung wünschen sich deshalb viele Betroffene. Die Senioren waren schließlich, da sie lange Zeit zur erhöhten Risikogruppe bei einer Corona-Infektion gehörten, in den Einrichtungen isoliert worden. In vielen Heimen gab es zudem Erkrankungen, die sogar eine Quarantäne zur Folge hatte.

Neue Besuchsregelung: Muttertag für viele wichtig

Vor genau einem Jahr übrigens gab es an Muttertag Lockerungen für die Angehörigen. Die Familien durften erstmals ihre Verwandten besuchen, damals noch hinter einer durchsichtigen Schutzscheibe, manchmal in extra aufgebauten Zelten, mal durchs Fenster oder über den Balkon.

In den Einrichtungen selbst zählt der Muttertag zu den wichtigen Daten im Kalender. „Das ist schon ein großer Tag. Die Mütter bekommen Blumen und viele Angehörige kommen normalerweise zu Besuch“, sagt Carina Wiebrecht vom Senioren-Stift an der Marker Allee.

Dementsprechend sind überall verschiedene Aktionen geplant. „Auch wenn die Bewohnerinnen am Muttertag nicht im großen Angehörigenkreis zusammenkommen können, werden bei uns ganz sicher keine Einsamkeitsgefühle aufkommen“, erklärt Melanie Kristan, die Leiterin der Alloheim Senioren-Residenz „Am Schillerplatz“. Allen Müttern soll mit einer Überraschung gedankt werden.

Neue Besuchsregelung: Überraschungen und Dankeschön

Am Schillerplatz werden auch die Mitarbeiterinnen, darunter sicherlich viele Mütter, „in den Mittelpunkt“ gestellt. „Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Kolleginnen, die täglich Beruf und Familie unter einen Hut bekommen müssen“, so Kristan.

Im DRK Senioren-Stift Mark werden allen Müttern Rosen überreicht. Die Aktion wird gleichzeitig dazu genutzt, ins Gespräch zu kommen, um Erinnerungs- und Biografiearbeit zu leisten, wie Carina Wiebrecht erläutert. „Und die Männer werden nicht ausgeschlossen. Mit ihnen werden wir am Tag nach Vatertag grillen.“

Im Seniorenzentrum St. Bonifatius arbeiten ebenfalls alle Hand in Hand, um die Mütter zu ehren. Kuchen, Torten und sogar Pralinen werden vorbereitet. „Ein buntes Programm“, kündigt Sozialdienstleiterin Hönnicke an. Sie hofft, dass das Wetter einen im windgeschützten Garten erlaubt. „Da kann man schön sitzen.“

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