Ranch bietet Spaziergänge an

Verliebenswerte Kulleraugen: Wandern mit Alpakas in Hamm

Timo Bernert und Saskia Schulte mit Alpakas während einer Wanderung.
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Etwas skurril, aber eindrucksvoll herzlich: Timo Bernert und Saskia Schulte mit Alpakas während einer Wanderung. (Weitere Fotos in der Galerie im Artikel.)

Ein einziger Blick in die dunklen Knopfaugen reicht, heißt es, um sich in ein Alpaka zu verlieben. Dass das nicht nur ein banaler Spruch ist, beweist ein Besuch auf Bobes Alpaka-Ranch in Hamm.

Herringen – Bei Timo Bernert hat es tatsächlich nicht mehr gebraucht, um ihn für die ursprünglich aus den Anden stammenden Tiere zu begeistern. „Sie sind einfach süß“, sagt er. Am Ende der Alpaka-Wanderung, die der kleine Trupp von Bobes Alpaka-Ranch aus startet, ist seine Begeisterung für die Paarhufer kein bisschen abgeklungen. Im Gegenteil. Seiner Freundin Leonie Ziemann geht es nicht anders. Sie hat ihrem Freund die Wanderung zum Geburtstag geschenkt.

„Ich habe mal erwähnt, dass ich Alpakas toll finde“, erzählt Bernert. Seine Aufregung legt sich schnell, als er auf der Alpaka-Ranch von Matthias Bobe und Nina Klinke das erste Mal auf Tuchfühlung mit den Tieren geht. Kurz darauf geht es auch schon los. Mit Karl am Strick marschiert Bernert los. Sein Platz in der mit Klinke fünfköpfigen Gruppe ist vorbestimmt: Bernert wird die ganze Zeit am Ende gehen. Denn die fünf Alpakas und zwei Lamas der Ranch sind nicht nur niedlich – sie sind echte Persönlichkeiten. Und Karl geht nur am Ende der Gruppe. Immer. Versucht ein anderer Wanderer, sich zurückfallen zu lassen – um zum Beispiel ein Foto zu machen – bleibt Karl stehen. Jedes Mal. Seinem Begleiter entlockt das ein amüsiertes Grinsen. Und eine weitere Eigenart bringt die ganze Gruppe zum Lachen – dann und wann überkommt es ihn nämlich und er springt ohne Vorwarnung ins Gebüsch am Wegesrand. „Karl liebt Gebüsche“, erzählt Klinke lachend.

Sie läuft mit Luna – dem noch nicht ganz einjährigen Lama – voran und führt die kleine Gruppe entlang der Wege, die durch die von Matthias Bobes Eltern bewirtschafteten Ländereien führen. Auch Luna hat ihre Eigenarten. Kaum ist die erste größere Pfütze in Sicht, verlässt das Lama den Weg, um sich nasse Füße zu holen – eine Prozedur, die sich auf dem Rückweg an fast gleicher Stelle wiederholt.

Wandern mit Alpakas in Hamm: „Man merkt, wie man runterfährt“

Hinter den beiden hat sich Karin Bruns eingereiht. Mit Lana, dem älteren Lama, am Strick, stiefelt sie mit einem kleinen Lächeln im Gesicht durch die Landschaft. „Tiere gehen immer“, sagt sie fröhlich. Sie ist mit Saskia Schulte zur Alpaka-Farm gekommen, die einen Gutschein für die Wanderung geschenkt bekommen hat. „Es macht super-viel Spaß“, schwärmt die Beschenkte. „Man merkt richtig, wie man innerlich runterfährt.“ Dass Chewbacca auf einmal wegen eines losfliegenden Vogels einen kleinen Satz zur Seite macht, bringt sie darum auch kein bisschen aus der Ruhe.

Freundin Karin Bruns kann sich kurz darauf ein überraschtes Lachen nicht verkneifen, als klar wird, dass auch Lana ihre Eigenarten hat, als die Lamastute sich auf einmal hinlegt. „Ich habe ein liegendes Lama“, ruft Bruns lachend. Ein kleines Zuppeln am Führstrick genügt aber, um wieder Leben in Lana zu bekommen.

Wandern mit Alpakas in Hamm

Wandern mit Alpakas
Wandern mit Alpakas
Wandern mit Alpakas
Wandern mit Alpakas
Wandern mit Alpakas in Hamm

Wandern mit Alpakas in Hamm: Beim Grasen fast alle schnell dabei

„Die Lamas gehen unglaublich gern spazieren“, erklärt Klinke. Sie seien auf dem Hinweg immer deutlich schneller als die Alpakas. Auf dem Rückweg gleiche sich das Tempo an – weil die Alpakas schneller, und die Lamas langsamer unterwegs seien.

Wenn die Gruppe kleine Pausen einlegt, um die Tiere grasen zu lassen, sind sie alle schnell dabei. Jedenfalls fast alle. Uwe, tierischer Begleiter von Leonie Ziemann, schaut fast betont gelassen in die Weltgeschichte und wartet. Darauf, dass Ziemann es ihm abnimmt, sich selbst zum Gras zu bücken. „Uwe frisst unterwegs nur, wenn er gefüttert wird“, erzählt Klinke. Warum – das weiß keiner so genau. Der nächste Lacher ist aber programmiert.

So ist die Gruppe bester Stimmung, als die Wanderer zur Alpaka-Ranch zurückgekehrt sind und, während sie den Tieren ein paar Leckerli geben, vor dem Abschied noch einen letzten Blick in die „verliebenswerten“ Kulleraugen werfen.

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