Entscheidung in der Nacht gefallen

Verleihung in New York: Lippepark bleibt ohne "Engaged Cities Award"

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Blick auf den interreligiösen Treffpunkt – eines der Aushängeschilder des Lippeparks.

[Update 7.36 Uhr] Hamm - Es hat nicht sollen sein: Der Lippepark Herringen ist beim internationalen Städtebauwettbewerb"Engaged Cities Award" in New York ohne Auszeichnung geblieben. Die Podestplätze gingen stattdessen ans italienische Bologna, ans kolumbianische Santiago de Cali und an  Tulsa in Oklahoma.

Die ersten drei Plätze waren insgesamt mit rund 200.000 Dollar dotiert - 100.000 Dollar für den Sieger sowie je 50.000 Dollar für die Städte auf "Silber" und "Bronze".

Stadtbaurätin Rita Schulze Böing, die zusammen mit Planungsamtsleiter Heinz-Martin Muhle und Katja Meusel, die die Entwicklung des Lippeparks von Beginn an begleitet hat, in New York weilt, war natürlich trotzdem stolz, dass es Hamm überhaupt in die Top Ten des Awards geschafft hatte.

Am Abend fanden in New York zwei Empfänge statt, an einem nahm Schulze Böing als Vertreterin des Oberbürgermeisters, am anderen Muhle und Meusel teil.

New Yorker begeistern sich für Hammer Lippepark

Die Hammer Delegation wird noch bis Samstag in New York bleiben. „Am Donnerstag werden die zehn Finalteilnehmer ihre jeweiligen Projekte vorstellen“, schilderte Muhle. 

Er selbst werde dann am Freitag am Jahrestreffen der vom ehemaligen New Yorker Bürgermeister Bloomberg ins Leben gerufenen Organisation City of Service teilnehmen, um die Strategie bei der Bürgerbeteiligung vorzustellen. Auch hier wird der Lippepark Thema sein.

Möglichkeiten, sich in die Gestaltung des Parks einzubringen, gab es seinerzeit reichlich. Als Beispiele nannte Muhle den Beirat, den Interreligiösen Treffpunkt sowie den Ideenwettbewerb, den die Volksbank Hamm in Kooperation mit dem Westfälischen Anzeiger und der Stadt – damals noch unter dem Stichwort „Im Westen was Neues“ – ausgelobt hatte. Auf sie alle wird Muhle am Freitag kurz eingehen.

Beim Ideenwettbewerb waren Gruppen, Vereine und Institutionen dazu aufgerufen, Projektideen für den Lippepark zu entwickeln. 14 Beiträge wurden daraufhin auf ihre technische und rechtliche Machbarkeit vorgeprüft, im Beirat diskutiert und anschließend von einer Jury bewertet. 

Die besten zehn von der Jury ausgewählten Wettbewerbsbeiträge wurden detailliert in unserer Zeitung vorgestellt, die drei Preisträger in einer Abstimmung durch die WA-Leser ermittelt.

Projekte wie die Radrennstrecke auf Radbod, das Kunstprojekt „Seilfahrt“ auf Schacht Franz und der Barfußpfad wurden später umgesetzt. Die breite Bürgerbeteiligung ist für Muhle auch ein wesentlicher Grund dafür, dass der Park eine „hohe Akzeptanz genießt und sich viele Menschen mit ihm identifizieren“. Muhle verspricht sich von den Gesprächen auf fachlicher Ebene und dem Austausch auch den einen oder anderen Impuls für die eigene Arbeit.

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